Zystizerkose

Synonyme: Finnenkrankheit

Definition

Zystizerkose

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Die Zystizerkose ist ein parasitärer Befall durch den Schweinebandwurm (Taenia solium).


Ätiologie

Zystizerkose

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Die Ursachen der Zystizerkose sind:

  • orale Aufnahme der Erregereier
  • Larven besiedeln verschiedene Organe und bilden dort blasenartige Gebilde von 5-20mm, sog. Zystizerken (Finnen)


Epidemiologie

Zystizerkose

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Genaue epidemiologische Daten zur Zystizerkose sind zur Zeit nicht verfügbar.

  • Häufigster Parasit des zentralen Nervensystems

Differentialdiagnosen

Zystizerkose

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Keine Differentialdiagnosen bekannt


Anamnese

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Bei der Zystizerkose sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Kopfschmerzen?
  • Neurologische Ausfallserscheinungen?
  • Hauterscheinungen?


Diagnostik

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Zur diagnostischen Abklärung der Zystizerkose sind relevant:

  • Exzision eines Hautknoten mit Finnennachweis
  • Röntgen, Darstellung verkalkter Zystizerken
  • Spaltlampenuntersuchung
  • ELISA-Test

Klinik

Zystizerkose

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Die Zystizerkose kann eine oder mehrere der folgenden Symptome zeigen:

  • Kutane und subkutane Knötchen von Erbsen- bis Bohnengröße, schmerzlos
  • Meist asymptomatisch (besonders bei Muskelbefall)
  • Bindegewebig eingescheidete, oft verkalkte Finnen in Röntgenaufnahmen
  • Neurologische Symptome fokaler Natur


Therapie

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei der Zystizerkose umfassen folgendes:

  • Therapie der Wahl: Albendazol, 15mg/kg KG für 8 Tage
  • Alternativ: Praziquantel, 50 mg/kg KG für 15 Tage
  • Bei Augen- oder Gehirnbeteiligung begleitende Therapie mit Glukokortikoiden
  • Bei Therapieversagen, sowie Hydrocephalus internus: Neurochirurgische Therapie unumgänglich

Komplikationen

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Bei der Zystizerkose kommen folgende Komplikationen vor:

  • Neurozystizerkose
  • Nekrosen


Zusatzhinweise

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  • Zystizerken werden häufig durch rohes oder nicht ausreichend gekochtes Schweinefleisch aufgenommen

Literaturquellen

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  1. Braun-Falco O, Plewig G, Wolff HH, Burgdorf WHC, Landthaler M (2005) – Dermatologie und Venerologie – Springer, Heidelberg
  2. Sterry W, Paus R (2005) - Checkliste Dermatologie - Georg Thieme Verlag, Stuttgart
  3. Ruß A - Arzneimittel-Pocket 2008 - Börm Bruckmeier, Grünwald
  • (2007) Berlit P - Basiswissen Neurologie - Springer
  • (2007) Masuhr K.F.,Neumann M - Neurologie,6. Aufl. - Thieme Verlag, Duale Reihe
  • (2007) Buchner H - Neurologische Leitsymptome und diagnostische Entscheidungen - Thieme
  • (2007) Bitsch A - Neurologie "to go" - Wissenschaftliche Verlagsges
  • (2006) Poeck, Hacke, - Neurologie - Springer, Berlin
  • (2006) Mumenthaler M, Mattle H, - Kurzlehrbuch Neurologie - Thieme Verlag

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