Zwangsimpulse

Synonyme: Zwangserkrankung, Zwangssyndrom, Zwangsneurose, anakastisches Syndrom, obsessiv-kompulsives Syndrom, Zwangsstörung

Definition

Zwangsimpulse

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  • Zwangsimpulse sind Impulse eine Handlung auszuführen, die sich durchzusetzen versuchen.

Ätiologie

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Die Ursachen der Zwangsimpulse sind:

  • Zusammenspiel organischer und psychologischer Faktoren
  • bedeutsam: serotonerges System
  • lerntheoretische Modelle

Epidemiologie

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Zur Epidemiologie von Zwangsimpulsen liegen folgende Informationen vor:

  • Häufigkeit: Frauen ~ Männer
  • Beginn: meistens bei 15 - 25-Jährigen

Differentialdiagnosen

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Anamnese

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Bei Zwangsimpulsen sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Autoaggressive Impulse?
  • Impulse, sich aggressiv gegenüber anderen Personen zu verhalten?
  • Sexuelle Impulse?
  • Krankheitsbeginn?
  • Auslöser?
  • Soziale Kontakte und Partnerschaft?
  • Lebenssituation?
  • Ausbildung und Beruf?
  • Wohnverhältnisse?

Diagnostik

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Zur diagnostischen Abklärung von Zwangsimpulsen sind relevant:

  • Zwangshandlungen und/oder Zwangsgedanken
  • Ausschluss anderer psychischer Erkrankungen
  • bedeutsam: Folgen der Zwänge z.B. Beeinträchtigung im Beruf und Tagesablauf
  • Persönlichkeitsanamnese
  • biografische Anamnese
  • Familienanamnese

Klinik

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Zwangsimpulse können folgende Symptome zeigen:

  • autoaggressive Impulse
  • Impulse, sich aggressiv gegenüber anderen Personen zu verhalten
  • sexuelle Impulse

Therapie

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei Zwangsimpulsen umfassen Folgendes:

  • Patienten mit Zwängen ernst nehmen
  • Informationen über Störung
  • Verhaltenstherapie - v.a. kognitive Maßnahmen
  • Entspannungsverfahren
  • zur Vermeidung von sozialer Isolierung - Einbezug der Nächsten (Familie u.a.)
  • Pharmakologische Therapie:
  • Antidepressiva vom SSRI-Typ z.B. Fluvoxamin: zu Beginn oral 50 mg täglich, als Erhaltungsdosis bis zu 300 mg pro Tag [2]
  • bei SSRI-Resistenz: Clomipramin (trizyklisches Antidepressivum): anfangs z.B. 50 mg pro Tag oral/intravenös/intramuskulär, steigern (über 7 Tage) auf bis zu 150 mg pro Tag [2]

Komplikationen

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Bei Zwangsimpulsen kommen folgende Komplikationen vor:

  • Chronifizierung
  • Suizid

Zusatzhinweise

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Zu Zwangsimpulsen liegen folgende Zusatzhinweise vor:

  • Symptome werden von den Erkrankten aufgrund von Scham oder Angst vor Reaktionen der Anderen häufig lange verheimlicht

Literaturquellen

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  1. Möller HJ, Laux G, Deister A (2009) - Duale Reihe Psychiatrie und Psychotherapie - Thieme Verlag, Stuttgart (Seite 129-138)
  2. Ruß A (2008) - Arzneimittel pocket - Börm Bruckmeier Verlag, Grünwald (Seite 239, 242)
  3. Tölle R, Windgassen K (2009) - Psychiatrie - Springer Medizin Verlag, Heidelberg (Seite 90)
  • (2009) Klußmann R, Nickel M - Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - Springer Verlag, Wien
  • (2009) Mentzos S - Lehrbuch der Psychodynamik - Verlag Vandenhoeck & Ruprecht/BRO
  • (2009) Janssen P, Joraschky P, Tress W - Leitfaden Psychosomatische Medizin und Psychotherap - Deutscher Ärzte Verlag
  • (2008) Rentrop M, Müller R, Bäuml J - Klinikleitfaden Psychiatrie und Psychotherapie - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  • (2007) Rudolf - Psychotherapeutische Medizin und Psychosomatik - Thieme
  • (2007) Arolt V, Reimer C, Dilling H - Basiswissen Psychiatrie und Psychotherapie - Springer
  • (2006) Fritzsche K, Wirsching M - Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - Springer

Assoziierte Krankheitsbilder zu Zwangsimpulse

Am häufigsten aufgerufene Krankheitsbilder in Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik

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