Zoster ophthalmicus

Synonyme: Gürtelrose, Kopfrose, Herpes-Zoster-Radikuloneuritis, Herpes zoster ophthalmicus, ophthalmic zoster, herpes zoster ophthalmicus

Definition

Zoster ophthalmicus

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  • Der Zoster Ophthalmicus ist eine Gesichtsrose, die durch das Varizella-Zoster-Virus hervorgerufen wird
  • eine Windpockeninfektion muss bereits erfolgt sein

Ätiologie

Zoster ophthalmicus

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  • Ursache des Zoster Ophthalmicus: Varizella-Zoster-Virus
  • Erstmanifestation sind Windpocken
  • bei Aktivierung oder Reinfektion können die latent im Organismus vorhandenen nerotropen Erreger dann zum Krankheitsbild führen

Epidemiologie

Zoster ophthalmicus

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  • resistenzschwache Personen zwischen 40 und 60 Jahren sind überwiegend vom Zoster Ophthalmicus betroffen

Differentialdiagnosen

Zoster ophthalmicus

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Keine Differentialdiagnosen bekannt


Anamnese

Zoster ophthalmicus

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Bei Zoster Ophthalmicus sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Inspektion
  • wasserklare Bläschen?
  • bräunliche Borken?
  • Effloreszenzen bis zur Nasenspitze
  • Hutchinson-Zeichen
  • Hautsensibilität im Bereich der Nasenspitze im Seitenvergleich prüfen
  • Berührungsempfindlichkeit herabgesetzt? (Beteiligung des N. nasociliaris)

Diagnostik

Zoster ophthalmicus

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Zur diagnostischen Abklärung des Zoster Ophthalmicus sind relevant:

  • Inkubationszeit beträgt 7 bis 18 Tage
  • starke Schmerzen im Ausbreitungsgebiet des 1. Trigeminusastes (N. ophthalmicus mit den Zweigen N. frontalis, N. lacrimalis und N. nasociliaris)
  • Hautrötung
  • Schwellung
  • Lichtscheu und Augentränen als Prodromalerscheinungen
  • wasserklare Hautbläschen
  • bräunliche Borken
  • Depigmentierung und Narben können zurückbleiben
  • in 50 - 70% der Fälle zusaätzlich eine Blepharitis

Klinik

Zoster ophthalmicus

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Inkubationszeit des Zoster Ophthalmicus beträgt 7 bis 18 Tage starke Schmerzen im Ausbreitungsgebiet des 1. Trigeminusastes (N. ophthalmicus mit den Zweigen N. frontalis, N. lacrimalis und N. nasociliaris) Hautrötung Schwellung Lichtscheu und Augentränen als Prodromalerscheinungen wasserklare Hautbläschen bräunliche Borken Depigmentierung und Narben können zurückbleiben in 50 - 70% der Fälle zusaätzlich eine Blepharitis


Therapie

Zoster ophthalmicus

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei Zoster Ophthalmicus umfassen folgendes:

  • Aciclovir systemisch 5 x 10 mg/kg KG tgl.
  • bei Mitbeteiligung des Auges auch lokal als Aciclovir-Salbe 5 x tgl.
  • Pupillenruhigstellung mit Scopolamin 2 x tgl.
  • kortikosteroidhaltige Augentropfen 5 x tgl.

Komplikationen

Zoster ophthalmicus

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Folgende Komplikationen des Zoster Ophthalmicus können auftreten:

  • wenn N. nasociliaris beteiligt ist, kann es zu schweren intraokularen Entzündungen kommen 
  • Keratitis und Endotheliitis sowie Skleritis
  • Augenmuskellähmungen
  • Neuritis nervi optici

Zusatzhinweise

Zoster ophthalmicus

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Zum Zoster Ophthalmicus liegen derzeit keine Zusatzhinweise vor.


Literaturquellen

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  1. F. Grehn - Augenheilkunde - Springer Verlag
  2. G. K. Lang - Augenheilkunde (Verstehen - Lernen - Anwenden) - Georg Thieme Verlag
  • (2008) Grehn F - Augenheilkunde - Springer
  • (2009) Dahlmann C - Crashkurs Augenheilkunde - Urban & Fischer, Elsevier
  • (2008) Schmidt D - Tipps und Tricks für den Augenarzt, Problemlösungen von A – Z - Springer Verlag
  • (2008) Lang, G.K - Augenheilkunde - Thieme Verlag
  • (2008) Kanski J - Klinische Ophthalmologie, Lehrbuch und Atlas - Urban & Fischer, Elsevier
  • (2008) Grehn F - Augenheilkunde - Springer Verlag, Berlin
  • (2003) Sachsenweger M - Augenheilkunde - Thieme
  • (2001) Augustin A - Augenheilkunde - Springer

Am häufigsten aufgerufene Krankheitsbilder in Augenheilkunde

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