Zecken

Synonyme: Ixodes rizinus

Definition

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Zecken sind weitverbreitete, blutsaugende Ektoparasiten bei Mensch und Tier, in der Medizin bedeutsam als Überträger von Krankheiten.


Ätiologie

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Die wichtigsten Merkmale der Zecken:

  • lat. Ixodes ricinus (Holzbock).
  • Im Unterholz waldreicher Gegenden beheimatet.
  • Weibchen 3-4 mm, Männchen kleiner.
  • Jeder Entwicklungsschritt benötigt Blutmahlzeiten.
  • Stechen zunächst unbemerkt zu, der Saugakt dauert 3-12 Tage.
  • Übertragung von Bakterien und Viren von Zecke auf Wirt möglich.

Epidemiologie

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Die Zecken treten weltweit auf:

  • USA: Ixodes dammini und Ixodes pacificus
  • Neurotoxinproduzierende Zeckenarten können lebensbedrohliche Vergiftungen auslösen

Differentialdiagnosen

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Anamnese

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Beim Verdacht auf ein Zeckenstich sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Aufenthalt im Wald?
  • Gartenarbeit?
  • Rötung der Haut? Sichtbare Einstichstelle?
  • sind Symptome aufgetreten? welche?
  • Impfstatus?

Diagnostik

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Zu den diagnostischen Maßnahmen beim Verdacht auf ein Zeckenbiss gehören:

  • Anamnese
  • körperliche Untersuchung (Zecke sichtbar? Erythema migrans?)
  • Labor (Hämatokrit, BSG, CRP, IgM)

Klinik

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Die klinische Symptomatik die durch einen Zeckenbiss verursacht werden kann:

  • Saugakt verursacht nur geringen Juckreiz
  • Bei falscher Entfernen der Zecke bleiben Teile in der Haut zurück und können Zeckenstichgranulome verursachen. Nicht quetschen, nicht drehen, keine chemikalien benutzen (Gefahr induzierten Erbrechens mit Übertragung von Borrelien).

Therapie

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Zu den therapeutischen Maßnahmen nach einen Zeckenbiss ghören:

  • vorsichtiges Entfernen (Herausziehen) der Zecke am Hypostom mit einer Pinzette.

Komplikationen

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Die Komplikationen nach einem Biss durch Zecken sind:

  • Pyodermien
  • Zeckenstichgranulom
  • Erysipel
  • Lyme-Borreliose (Erreger: Borrelia burgdorferi)
  • Frühsommer-Meningoenzephalitis (Erreger: FSME-Virus)
  • Humane granulozytäre Ehrlichiose (Erreger: Humane granulozytäre Ehrlichia)

Zusatzhinweise

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Die Endemiegebiete (v.a. in Mitteleuropa):

  • Deutschland (v.a. Baden-Württemberg, Bayern)
  • Österreich
  • Tschechische Republik
  • Polen
  • Ungarn
  • Russland
  • Estland
  • Lettland
  • Litauen
  • Südnorwegen
  • Südschweden

Literaturquellen

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  1. (2005) Braun-Falco O, Plewig G, Wolff HH, Burgdorf WHC, Landthaler M - Dermatologie und Venerologie - Springer, Heidelberg
  2. (2005) Sterry W, Paus R - Checkliste Dermatologie - Thieme Verlag
  3. (2007) Petres, Rompel - Operative Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Springer
  4. (2009) Rassner G - Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  5. (2009) Fritsch P - Dermatologie und Venerologie für das Studium - Springer
  6. (2007) Altmeyer P - Dermatologische Differenzialdiagnose, Der Weg zur klinischen Diagnose - Springer
  7. (2003) Jung E, Moll I - Dermatologie - Thieme, Duale Reihe

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