Vorhofflattern

Synonyme: Vorhofflattern, Atrial flutter, typisches Flattern, atypisches Flattern, Vorhoftachykardie

Definition

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Vorhofflattern ist eine Arrythmie, bei der die elektrischen Impulse auf Grund einer kreisenden myokardialen Erregung nicht regelmäßig an die Kammer weitergeleitet werden. Die atriale Herzfrequenz liegt dabei zwischen 240 und 340/min, der Kammerrhythmus ist tachykard.


Ätiologie

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Die Ursachen des Vorhofflatterns sind:

  • Idiopathisch
  • Koronare Herzerkrankung, Myokardinfarkt
  • Mitralvitium
  • Myokarditis
  • Kardiomyopathie
  • Hyperthyreose
  • Elektrolytstörungen

Epidemiologie

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Zur Epidemiologie des Vorhofflatterns sind derzeit keine Daten verfügbar.


Differentialdiagnosen

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Anamnese

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Beim Vorhofflattern sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Herzstolpern? Palpitationen?
  • Beginn plötzlich?
  • Dauer: intermittierend oder persistent?
  • rasche Ermüdbarkeit?
  • Schwindel?
  • Angina pectoris? Dyspnoe?
  • Zeichen der Herzinsuffizienz?
  • bekannte kardiale Vorerkrankung?

Diagnostik

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Zur diagnostischen Abklärung des Vorhofflatterns sind relevant:

  • Pulspalpation: arrhythmisch oder rhythmisch möglich
  • Ruhe-EKG mit " langem Streifen": .Typ I = common type, klassischer Typ): P-Wellen sägzahnartig, Flatterwellen 250-350/min, negativ in II, III, aVF, meist 2:1, 3:1 Überleitung. Typ II: Flatterwellen 340-430/min, positiv in II, III, aVF, meist 2:1, 3:1 Überleitung. Kammerfrequenz je nach Überleitung.
  • Langzeit-EKG: intermittierend oder persistierend
  • weitergehende Diagnostik mit der Frage nach kardialer Ursache: Echo, ggf. Koronarangiographie, MRT, bei Herzinsuffizienz-Zeichen (Röntgen-Thorax, Oberbauchsonographie)
  • Labor (Elektrolytstörungen)

Klinik

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Vorhofflattern kann ein oder mehrere der folgenden Symptome zeigen:

  • rasche Ermüdbarkeit
  • Schwindel
  • Angina pectoris, Dyspnoe, Zeichen der Herzinsuffizienz
  • (Prä-) Synkope

Therapie

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei Vorhofflattern umfassen:

  • Aufgrund der Möglichkeit der 1:1 Überleitung des Vorhofflatterns auf die Kammern: Immer therapieren!
  • Antikoagulation
  • vor Kardioversion Ausschluß von intracavitären Thromben mittels transösophagealer Echokardiographie oder Nachweis von mind. 4-wöchiger vorangehender optimaler Antikoagulation (INR 1x/Woche: 2-3) 
  • Kardioversion oder atriale Überstimulation:                                                         → medikamentöse: Beta-Blocker (oder Verapamil, Diltiazem, Digitalis, Amiodaron)                                             → elektrische: Kurznarkose, 100-360 Joule
  • Rezidivprophylaxe: Beta-Blocker (z.B. Metoprolol)
  • bei Rezidiven: EPU mit Katheterablation (Erfolg ca. 90 %)

Immer kausale Therapie der Grunderkrankung 


Komplikationen

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Zu den Komplikationen des Vorhofflatterns liegen momentan keine Daten vor.


Zusatzhinweise

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Zum Vorhofflattern liegen derzeit keine weiteren Zusatzhinweise vor.


Literaturquellen

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  1. (2001) Braunwald, Zipes, Libby - Heart Disease - Saunders, Philadelphia, USA
  2. (2006) Weylandt K, Klinggräff P - DD Innere Kurzlehrbuch der Inneren Medizin und differentialdiagnostisches Kompendium - Lehmanns Media
  3. (2009) Thieme Verlag - Innere Medizin - Duale Reihe - Thieme
  4. (2009) Herold G - Innere Medizin 2010 - Herold, Köln
  5. (2008) Renz-Polster H, Krautzig S - Basislehrbuch Innere Medizin - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  6. (2007) Piper W - Innere Medizin - Springer

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