Verrucae vulgares

Synonyme: Warzen, Verrucae vulgaris plantaris, Verrucae vulgaris palmaris, Hautwarzen, HPV-Infektion

Definition

Verrucae vulgares

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Verrucae vulgares [2;3]

  • Diese werden durch humane Papillomaviruen (HPV) Typ 1,2,4 und 7 im Zuge von Schmierinfektionen übertragen und besiedeln aufgrund der besonderen Durchblutungsverhältnisse vorwiegend die Hände und Füsse. Es enstehen durch Epithelhyperplasie halbkugelige, hautfarbene Papeln mit zerklüfteter Oberfläche.

Ätiologie

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Die Ursache für die Verrucae vulgares [2;3]:

  • Humanes-Papilloma-Virus Typ 1, 2, 4 und 7
  • Papillomaviren gelangen über Mikroverletzungen zum Stratum basale der Epidermis und verursachen nach einer unbestimmten Latenzzeit ein verstärktes Zellwachstum.
  • Histologisch entsteht ein typisches Akanthopapillom

Epidemiologie

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Verrucae vulgares [2;3]

  • Die Inzidenz liegt weltweit bei etwa 13% und weist einen Gipfel im 2. Lebensjahrzehnt auf.
  • Sehr häufig kommt es zur Autoinokulation mit multipler Ausbreitung

Differentialdiagnosen

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Anamnese

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Anamnese bei Verrucae vulgares

  • Welche Hautveränderungen hat der Patient bei sich bemerkt?
  • Wo sind diese Hautveränderungen?
  • Wann und an welcher Körperstelle traten die ersten Hautveränderungen auf?
  • Bestehen Schmerzen oder Juckreiz im Bereich der Hautveränderungen?
  • Bluten die Hautveränderungen manchmal (DD: maligne HV)?
  • Bestehen bekannte Vorerkrankungen des Patienten, z.B. Immundefekte (HIV)?
  • Bestehen ähnliche Hautveränderungen im Anogenitalbereich?

Diagnostik

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Verrucae vulgares sind eine Blickdiagnose. [1]

Bei Unsicherheiten und untypischem Erscheinungsbild kann eine Biopsie mit nachfolgender histologischer Untersuchung entnommen werden.


Klinik

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Die klinische Symptomatik der Verrucae vulgares umfasst [1;2;3]

  • hyperkeratotische Papeln mit rauer, teilweise zerklüfteter Oberfläche
  • fehlende Hautlinienzeichnung
  • oft zentral kleines Punctum = thrombosierte Kapillaren
  • einzeln oder in Gruppen, gelegentlich konfluierende Plaques
  • Durchmesser 5 - 10 mm, auch mehrere cm möglich
  • prinzipiell überall auf der Körperoberfläche anzutreffen

Prädilektionsstellen:

  • Akren (Finger, Zehen)
  • Handinnenflächen, Fußsohlen
  • Gesichts-, Genitalbereich

besondere Lokalisationen:

  • filiforme Warzen: periokulär, perioral
  • periunguale Warzen: Nagelwall/bett
  • Plantarwarzen: als schmerzhafte Dornwarze im Fußsohlenbereich

Therapie

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Die Therapie der Verrucae vulgares[1;2;3;4]

  • Grundlage: Abtragung des hyperkeratotischen Walles, der die Warzen bedeckt, z.B. durch salicylsäurehaltige Pflaster für 1-2 Tage, dann Abtragung der mazerierten Hornhaut mittels Skalpell
  • anschließend: über 8 Wochen 2x tägl. Auftragen einer Kombination von Salicylsäure + 5-Fluorouracilsäure; alternativ Salicylsäure + Milchsäure (nicht bei Kleinkundern, nicht im Gesicht)
  • palmoplantare Warzen: Kryotherapie mit flüssigem Stickstoff (-196° über 20-30 Sekunden)
  • filiforme Warzen: Abtragung mittels Skalpell, Ringkürette, scharfem Löffel
  • in einer Studie von Cockayne et al.  2011 wird auf die vergleichbare Effektivität von Kryotherapie und der Behandlung mit Salicylsäure hingewiesen

Komplikationen

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Es sind keine Komplikationen der Verrucae vulgares bekannt.


Zusatzhinweise

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Aktuell sind keine Zusatzinformationen zu Verrucae vulgares vorhanden.


Literaturquellen

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  1. (2007) Altmeyer P - Dermatologische Differenzialdiagnose, Der Weg zur klinischen Diagnose - Springer
  2. (2005) Braun-Falco O, Plewig G, Wolff HH, Burgdorf WHC, Landthaler M - Dermatologie und Venerologie - Springer, Heidelberg
  3. (2003) Jung E, Moll I - Dermatologie - Thieme, Duale Reihe
  4. Deutsches Ärzteblatt 2011; 108(28-29): A- 2579/ B-1339/ C-1335: Therapie von Warzen: Kryotherapie und Salicylsäure vergleichbar effektiv; Heinzl, Susanne

Assoziierte Krankheitsbilder zu Verrucae vulgares

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