Verminderte sexuelle Appentenz

Synonyme: Verminderte Libido

Definition

Verminderte sexuelle Appentenz

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Die verminderte sexuelle Appetenz ist u.a. gekennzeichnet durch:

  • Mangel/Verlust von sexuellem Verlangen - Libidoverminderung, bei der sexuelle Erregung und Befriedigung möglich sind
  • sexuelle Aversion - sexuelle Aktivitäten werden wegen negativen Gefühlen im Zusammenhang mit partnerschaflicher Sexualität vermieden
  • mangelnde sexuelle Befriedigung - Orgasmus wird nicht lustvoll erlebt

Ätiologie

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Die Ursachen der verminderten sexuellen Appetenz sind:

  • partnerbezoges Problem - durch Drängen des Partners kommt es zur reaktiven Aversion
  • bei Frauen möglich während der Schwangerschaft, dem Wochenbett oder der Kinderversorgung
  • bei älteren Generationen wird sexuelle Inappetenz mitunter als positiv bewertet

Epidemiologie

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Zur Epidemiologie der verminderten sexuellen Appetenz liegen folgende Daten vor:

  • mangelnde sexuelle Befriedigung - ist häufiger bei Frauen
  • bei Laumann et al hatten 22% der Frauen und 5% der Männer geringes sexuelles Interesse innerhalb des letzten Jahres vor der Befragung

Differentialdiagnosen

Verminderte sexuelle Appentenz

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Keine Differentialdiagnosen bekannt


Anamnese

Verminderte sexuelle Appentenz

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Zur Anamnese der verminderten sexuellen Appetenz liegen derzeit keine Angaben vor.


Diagnostik

Verminderte sexuelle Appentenz

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Zur Diagnostik der verminderten sexuellen Appetenz liegen derzeit keine Angaben vor.


Klinik

Verminderte sexuelle Appentenz

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Die verminderte sexuelle Appetenz kann folgende Symptome zeigen:

  • sexuelle Aktivitäten werden selten initiiert oder vermieden - dies sollte unbeding zu dem früher vorhandenen Maß verglichen werden
  • Orgasmus wird nicht als lustvoll erlebt

Therapie

Verminderte sexuelle Appentenz

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei der verminderten sexuellen Appetenz umfassen Folgendes:

einsichtsorientierte Psychotherpie: 

  • entweder psychodynamisch oder kognitiv-verhaltenstherapeuthisch
  • Erforschung der biographischen Hintergründe
  • Veränderungen von lusthemmenden Gedankenprozessen
  • lustfördernde Verhaltensanleitungen
  • ggf. Appetenzstörung entpathologisieren
  • Partnereinbeziehung (wenn gewünscht)
  • allgemein schwierig zu behandeln

Appetenzstörungen sind oft schwierig zu behandeln


Komplikationen

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Zu Komplikationen der verminderten sexuellen Appetenz liegen derzeit keine Angaben vor.


Zusatzhinweise

Verminderte sexuelle Appentenz

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Zu der verminderten sexuellen Appetenz liegen derzeit keine weiteren Zusatzhinweise vor.


Literaturquellen

Verminderte sexuelle Appentenz

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1) J. Klingelhöfer, M. Rentrop - Klinikleitfaden Neurologie, Psychiatrie, 3. Auflage - Urban & Fischer, München/Jena 2003

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  • (2009) Klußmann R, Nickel M - Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - Springer Verlag, Wien
  • (2009) Mentzos S - Lehrbuch der Psychodynamik - Verlag Vandenhoeck & Ruprecht/BRO
  • (2009) Janssen P, Joraschky P, Tress W - Leitfaden Psychosomatische Medizin und Psychotherap - Deutscher Ärzte Verlag
  • (2008) Rentrop M, Müller R, Bäuml J - Klinikleitfaden Psychiatrie und Psychotherapie - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  • (2007) Rudolf - Psychotherapeutische Medizin und Psychosomatik - Thieme
  • (2007) Arolt V, Reimer C, Dilling H - Basiswissen Psychiatrie und Psychotherapie - Springer
  • (2006) Fritzsche K, Wirsching M - Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - Springer

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