Vergewaltigung

Definition

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Die Vergewaltigung stellt eine Straftat mit Eindringen in den Körper des Opfers gegen die sexuelle Selbstbestimmung dar.


Ätiologie

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Epidemiologie

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Zur Zeit gibt es keine epidemiologischen Daten zur Vergewaltigung.


Differentialdiagnosen

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Keine Differentialdiagnosen bekannt


Anamnese

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Folgende Informationen und Maßnahmen sind beim Verdacht auf eine Vergewaltigung von Bedeutung:
  • ruhige Atmosphäre schaffen
  • Wartezeiten verkürzen
  • Zunächst Aufklärung über Ablauf
  • Rat zur Anzeige
  • Tathergang schildern lassen: Ejakulation? vaginal? Kondom genutzt?
  • Allgemeine gynäkologische Anamnese
  • Bestehen Schmerzen oder Verletzungen?
  • Kleidung verändert oder gewaschen wegen Spurensicherung?

Diagnostik

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Die Diagnostik der Vergewaltigung  umfasst:
  • Befunddokumentation unter www.frauennotruf-frankfurt.de herunterladen, um standardisiert vorzugehen
  • Inspektion des gesamten Körpers
  • Fotografien von Hämatomen und Verletzungen machen
  • Hämatome v.a. an Innenseiten von Armen und Beinen und am Hals suchen
  • Gynäkologische Untersuchung: Verletzungen suchen, Abstriche entnehmen mittels Wattestäbchen (trocknen lassen)
  • Auskämmen der Schamhaare
  • Serologie auf sexuell übertragbare Krankheiten v.a. HIV
  • Schwangerschaftstest

Klinik

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Symptome einer Vergewaltigung  können sein:
  • Patientin kann beherrscht und scheinbar unbehelligt wirken
  • typisch sind Hämatome an Beinen und Armen
  • typisch sind Einrisse der seitlichen Scheidenwände
  • Evtl. Dammriss

Therapie

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Die Therapie nach einer Vergewaltigung  sollte folgendes umfassen:
  • Versorgung von Verletzungen
  • Evtl. Vorstellung bei einem Psychologen
  • Evtl. Gabe einer morning after pill

Komplikationen

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Komplikationen nach einer Vergewaltigung  können sein:
  • Schwangerschaft
  • Infektion
  • Blutungen

Zusatzhinweise

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Rechtssituation:

Wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung wird bestraft nach § 177 StGB, wenn eine andere Person mit Gewalt, druch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder unter Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist, nötigt, sexuelle Handlungen des Täter oder eines Dritten an sich zu dulden oder an diesen vorzunehmen. Der Paragraph bezieht sich auch auf die Tat in ehelicher Situation.

Allgemein werden juristisch Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nach den §§ 174-184 StGB behandelt. Hiernach ist der erzwungene Beischlaf beendet, wenn der Penis zumindest in den Scheidenvorhof eingedrungen ist, eine Ejakulation muss hierbei nicht erfolgen. Sollte dieser juristische Tatbestand nicht erfüllt sein, liegt jedoch evtl. eine sexuelle Nötigung §178 StGB oder eine versuchte Notzucht vor, die ebenfalls strafbar sind.

Soll der Arzt als Sachverständiger fungieren, muss er sich von der Patientin von der Schweigepflicht entbinden lassen.


Literaturquellen

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  • Haag, Hanhart, Müller (2007/08)- Gynäkologie und Urologie- Medizinische Verlags- und Informationsdienste, Breisach
  • Goerke K, Steller J, Valet A (2008)- Klinikleitfaden Gynäkologie Geburtshilfe- Elsevier Urban&Fischer, München, Jena
  • Pschyrembel (2002)-klinisches Wörterbuch- de Gruyter, Berlin
  • (2009) Gruber S - BASICS Gynäkologie und Geburtshilfe - Urban & Fischer Verlag, Elsevier GmbH
  • (2009) Straus A, Janni W, Maass N - Klinikmanual Gynäkologie und Geburtshilfe - Springer Medizin Verlag
  • (2009) Probst T - Checklisten Gynäkologie und Geburtshilfe - Urban & Fischer, Elsevier
  • (2008) Goerke K, Steller J, Valet A - Klinikleitfaden Gynäkologie / Geburtshilfe - Urban und Fischer Verlag, Elsevier
  • (2008) Bühling K J, Friedmann - Intensivkurs Gynäkologie - Urban & Fischer, Elsevier
  • (2007) Stauber M, Weyerstahl T - Gynäkologie und Geburtshilfe - Thieme
  • (2007) Breckwoldt M, Kaufmann M, Pfleiderer A - Gynäkologie und Geburtshilfe - Thieme
  • (2006) Kiechle M - Gynäkologie und Geburtshilfe - Urban & Fischer Verlag
  • (2006) Diedrich K - Gynäkologie und Geburtshilfe - Springer, Berlin
  • (2005) Kirschbaum, Münstedt - Checkliste Gynäkologie und Geburtshilfe - Thieme Verlag

Am häufigsten aufgerufene Krankheitsbilder in Gynäkologie und Geburtshilfe

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