Verbrauchskoagulopathie

Synonyme: Disseminierte intravasale Gerinnung, Defibrinationssyndrom

Definition

Verbrauchskoagulopathie

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Die Verbrauchskoagulopathie ist eine erworbene Blutgerinnungsstörung, welche durch eine erhöhte Umsatzsteigerung von Thrombozyten und plasmatischen Gerinnungsfaktoren ausgelöst wird und zu Symptomen einer plasmatisch-thrombozytär bedingten hämorrhagischen Diathese führt.


Ätiologie

Verbrauchskoagulopathie

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Die Verbrauchskoagulopathie entsteht durch die Aktivierung der Gerinnung durch:

  • Vorzeitige Plazentalösung
  • Retroplazentäres Hämatom
  • Fruchtwasserembolie
  • Dead-fetus-Syndrom
  • Septischer Abort
  • Gestosen

Epidemiologie

Verbrauchskoagulopathie

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  • 0,1% aller Schwangeren haben eine Verbrauchskoagulopathie
  • Häufigste ursache ist die vorzeitige Plazentalösung

Differentialdiagnosen

Verbrauchskoagulopathie

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Anamnese

Verbrauchskoagulopathie

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Folgende Informationen bei Verbrauchskoagulopathie sind von  Bedeutung:
  • Wie ist der Allgemeinzustand?
  • Schwindel?
  • Bewusstsein klar?

Diagnostik

Verbrauchskoagulopathie

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Die Diagnostik der Verbrauchskoagulopathie umfasst:
  • Klinische Untersuchung:
  • Labor: Thrombopenie, Fibrinogenopenie
  • Verminderung von Faktor Vlll
  • Thrombinzeit verlängert

Klinik

Verbrauchskoagulopathie

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Symptome der Verbrauchskoagulopathie sind v.a. schwere unkontrollierbare Blutungen

Therapie

Verbrauchskoagulopathie

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Die Therapie der Verbrauchskoagulopathie  besteht in der Beseitigung der Ursache

Je nach Phase:

  • Evtl. Antithrombin lll
  • Evtl. Thrombozytenkonzentrat
  • Evtl. Gerinnungsfaktoren
  • Evtl. Heparinisierung

Komplikationen

Verbrauchskoagulopathie

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Folgende Komplikationen können bei der Verbrauchskoagulopathie auftreten:

Zusatzhinweise

Verbrauchskoagulopathie

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Zur Zeit gibt es keine Zusatzhinweise zur Verbrauchskoagulopathie.


Literaturquellen

Verbrauchskoagulopathie

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  • Haag, Hanhart, Müller (2007/08)- Gynäkologie und Urologie- Medizinische Verlags- und Informationsdienste, Breisach
  • Goerke K, Steller J, Valet A (2008)- Klinikleitfaden Gynäkologie Geburtshilfe- Elsevier Urban&Fischer, München, Jena
  • Diedrich K, Holzgreve W, Jonat W et al. (2000)- Gynäkologie und Geburtshilfe- Springer, Heidelberg
  • Herold G und Mitarbeiter (2005)- Innere Medizin- Verlag Arzt+Information, Köln
  • Pschyrembel (2002)-klinisches Wörterbuch- de Gruyter, Berlin
  • (2009) Gruber S - BASICS Gynäkologie und Geburtshilfe - Urban & Fischer Verlag, Elsevier GmbH
  • (2009) Straus A, Janni W, Maass N - Klinikmanual Gynäkologie und Geburtshilfe - Springer Medizin Verlag
  • (2009) Probst T - Checklisten Gynäkologie und Geburtshilfe - Urban & Fischer, Elsevier
  • (2008) Goerke K, Steller J, Valet A - Klinikleitfaden Gynäkologie / Geburtshilfe - Urban und Fischer Verlag, Elsevier
  • (2008) Bühling K J, Friedmann - Intensivkurs Gynäkologie - Urban & Fischer, Elsevier
  • (2007) Stauber M, Weyerstahl T - Gynäkologie und Geburtshilfe - Thieme
  • (2007) Breckwoldt M, Kaufmann M, Pfleiderer A - Gynäkologie und Geburtshilfe - Thieme
  • (2006) Kiechle M - Gynäkologie und Geburtshilfe - Urban & Fischer Verlag
  • (2006) Diedrich K - Gynäkologie und Geburtshilfe - Springer, Berlin
  • (2005) Kirschbaum, Münstedt - Checkliste Gynäkologie und Geburtshilfe - Thieme Verlag

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