Vaginalring

Definition

Vaginalring

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Beim Vaginalring handelt es sich um:
  • kontrazeptiven hormonhaltigen Vaginalring aus transparentem flexiblen Kunststoff, der Ethinylestradiol und Etonogestrel enthält
  • Ovulationshemmer

Ätiologie

Vaginalring

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Zur Zeit gibt es keine ätiologischen Hinweise zum Vaginalring.


Epidemiologie

Vaginalring

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  • Von ca. 41% der reproduktionsfähigen Frauen (14-44) benutzen ca. 0,8% den Vaginalring

Differentialdiagnosen

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Keine Differentialdiagnosen bekannt


Anamnese

Vaginalring

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Beim Vaginalring sind folgende Informationen von Bedeutung:
  • Familienanamnese: Erhöhte Kardiovaskuläres Risiko, Ovarial-CA oder Mamma CA
  • Diabetes
  • Raucherin, Alkoholkonsum
  • mögl. Schwangerschaft
  • Lebererkrankungen
  • Herzfehler
  • Medikamentenanamnese
  • Körperliche Untersuchung: RR, Gewicht, BZ
  • ggf. Thrombophiliediagnostik

Diagnostik

Vaginalring

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Die Diagnostik beim Vaginalring besteht aus:
  • Labor:Thrombophilieparameter (z.B.: Hämophilien)
  • Klinische, gynäkologische Untersuchung/Anamnese
  • Bei Frauen mit Uterusprolaps, Cysto- oder Rektocele, schwerer oder chronischer Obstipation kann der Vaginalring möglicherweise nicht richtig angewendet werden.

Klinik

Vaginalring

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Es sind zur Zeit keine Symptome zum Vaginalring bekannt.


Therapie

Vaginalring

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Anwendung des Vaginalring:

  • Der Hormonring wird von der Frau selbst in die Scheide eingeführt und verbleibt dort für 3 Wochen.
  • Nach 3 Wochen wird eine 7-tägige ringfreie Periode eingehalten, in der die Abbruchblutung einsetzt, danach wird ein neuer Ring eingelegt.

Komplikationen

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Nebenwirkungen des Vaginalring:

  • Akne, Androgenisierungserscheinungen
  • Gewichtsveränderungen
  • Stimmungsschwankungen, verringerte Libido
  • Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit
  • Brustspannen
  • Ringspezifische Ereignisse, wie Koitusprobleme, Ringausstoßung, Fremdkörpergefühl treten nur selten auf

Kontraindikationen des Vaginalring:

  • Bestehende oder vorausgegangene thromboembolische Erkrankungen
  • Risikofaktoren für thromboembolische Erkrankungen
  • Schwere Lebererkrankungen bis zur Normalisierung der Leberfunktionswerte
  • Benigne oder maligne Lebertumoren, auch in der Anamnese
  • Sexualhormonabhängige Tumoren
  • Nicht abgeklärte vaginale Blutungen
  • Überempfindlichkeit gegen einen Bestandteil

Zusatzhinweise

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  • Pearl Index (unkorrigiert): 0,65 (12.109 Zyklen)
  • Pearl Index (korrigiert): 0,4 (9.880 Zyklen)

Literaturquellen

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  • P. Haag, N. Hanhart, M.Müller und Mitarbeiter 2008/09 - Gynäkologie und Urologie - Medizinische Verlags- und Informationsdienste, Breisach
  • AWMF – Leitlinie (2008) – Empfängnisverhütung
  • (2009) Gruber S - BASICS Gynäkologie und Geburtshilfe - Urban & Fischer Verlag, Elsevier GmbH
  • (2009) Straus A, Janni W, Maass N - Klinikmanual Gynäkologie und Geburtshilfe - Springer Medizin Verlag
  • (2009) Probst T - Checklisten Gynäkologie und Geburtshilfe - Urban & Fischer, Elsevier
  • (2008) Goerke K, Steller J, Valet A - Klinikleitfaden Gynäkologie / Geburtshilfe - Urban und Fischer Verlag, Elsevier
  • (2008) Bühling K J, Friedmann - Intensivkurs Gynäkologie - Urban & Fischer, Elsevier
  • (2007) Stauber M, Weyerstahl T - Gynäkologie und Geburtshilfe - Thieme
  • (2007) Breckwoldt M, Kaufmann M, Pfleiderer A - Gynäkologie und Geburtshilfe - Thieme
  • (2006) Kiechle M - Gynäkologie und Geburtshilf

    e - Urban & Fischer Verlag

  • (2006) Diedrich K - Gynäkologie und Geburtshilfe - Springer, Berlin
  • (2005) Kirschbaum, Münstedt - Checkliste Gynäkologie und Geburtshilfe - Thieme Verlag

Am häufigsten aufgerufene Krankheitsbilder in Gynäkologie und Geburtshilfe

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