Übelkeit und Erbrechen

Synonyme: PONV (post operating nausea and vomiting)

Definition

Übelkeit und Erbrechen

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Nebenwirkungen von Anästhesieverfahren


Ätiologie

Übelkeit und Erbrechen

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im Detail weitgehend unklar

Stimulation des Brechzentrums in der Medulla oblongata


Epidemiologie

Übelkeit und Erbrechen

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durchschnittliche Inzidenz nach OP 20-30 %


Differentialdiagnosen

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Keine Differentialdiagnosen bekannt


Anamnese

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  • Übelkeit, Erbrachen nach früheren Operationen?
  • Reisekrankheit?
  • Raucher?
  • Kinetosen bekannt?

Diagnostik

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Prädisponierende Faktoren:

- Patientenrisiken:

  • Frauen, insbesondere während der Menstruation
  • Kinder
  • Jugentliche 11.-14. Lj.
  • Adipositas
  • geblähtes Abdomen
  • verzögerte Magenentleerung
  • Vorerfahrung von früherer Übelkeit und Erbrechen
  • nicht Raucher
  • Reisekrankheit (Kinetosen)

- Risiken durch Anästhesieverfahren:

  • Allgemeinanästhesie unter Verwendung von Lachgas, volatilen Anästhetika, Ketamin, Opioiden, Antagonisten von Muskelrelaxanzien und Opioiden
  • Maskennarkose (Magendehnung durch Luftinsufflation)

- Eingriffsart:

  • OP im Kopfbereich
  • insbesondere Strabismus-OP
  • Innenohr-OP
  • Laparoskopien
  • ESWL
  • lange OP-Dauer

- Risiken der postop. Phase

  • Schmerzen
  • rasche Bewegungen
  • frühe Nahrungsaufnahme
  • Opioide und Antagonisten
  • Hypotonie

Klinik

Übelkeit und Erbrechen

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  • das maximum liegt in den ersten 2h nach der Operation
  • Übelkeit
  • Erbrechen

Therapie

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  • zunächst kausale Maßnahmen (z.B. RR-Abfall und Schmerzen therapieren)
  • wenn nicht ausreichend, Auswahl der Antiemetika nach Ind.
  1. Bewegungsinduzierte Übelkeit, Eingriffe an Auge und Innenohr → Dimenhydrinat 50-100mg in 500 ml Ringerlösung, langsam i.v., Kinder: 1 mg/kg i.v.; oder Promethazin 25-50 mg i.v.
  2. Gynäkologische und Augen-OP → Metoclopramid 10 mg i.v., Kinder 0,25 mg/kg i.v. (strenge Ind.-Stellung bei Kindern < 14 J.)
  3. Ambulante gyn. Eingriffe → Ranitidin 50 mg i.v.
  4. Postop. oder bei Chemotherapie → Ondansetron 4 mg i.v., Kinder 0,15 mg/kg i.v. (nicht bei Kindern < 4. Lj. einsetzen)

Komplikationen

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Zusatzhinweise

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Prophylaxe:

  • Regionalanästhesie
  • TIVA mit Propofol (wirkt antiemetisch)

Literaturquellen

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Schäfer R, Eberhardt M (2005) - Klinikleitfaden, Anästhesie - Urban & Fischer, München

Larsen, R (2006) - Anästhesie - Urban & Fischer, München

  • (2009) Larsen R - Praxisbuch Anästhesie - Urban & Fischer, Elsevier
  • (2008) Striebel HW - Anästhesie und Intensivmedizin für Studium und Pflege - Schattauer GmbH
  • (2007) Scholz L - BASICS Anästhesie und Intensivmedizin - Urban & Fischer, Elsevier
  • (2006) Schulte am Esch J, Kochs E, Bause H - Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie - Thieme, Duale Reihe
  • (2004) Latasch, Knipfer - Anästhesie Intensivmedizin Intensivpflege - Urban & Fischer, Elsevier
  • (2003) Thiel R - Anästhesiologische Pharmakotherapie, Allgemeine und spezielle Pharmakologie in Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie - Thieme
  • (2003) Klöss T - Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie - Urban & Fischer
  • (2001) Krier, Kochs, Buzello, Adams - Anästhesiologie, ains Band 1 - Thieme, Stuttgart
  • (2000) Scherer R - Anästhesiologie - Ein handlungsorientiertes Lehrbuch - Thieme
  • (1999) Hempelmann, Adams, Sefrin - Notfallmedizin, ains Band 3 - Thieme, Stuttgart
  • (1996) Kretz F.J, Schäffer J, Eyrich K - Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie - Springer, Berlin

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