Sweet-Syndrom
Synonyme: akute febrile neutrophile Dermatose
Definition
Sweet-Syndrom
Bei dem Sweet-Syndrom handelt es sich um ein akut auftretendes, sehr seltenes Krankheitsbild, charakterisiert durch das klinische Trias: Hautläsionen, Fieber, periphere Leukozytose.
Sweet-Syndrom
Ätiologie
Sweet-Syndrom
- Die Ursache des Sweet-Syndroms ist noch ungeklärt.
- Es handelt sich um eine Intolzeranzreaktion aufgrund verschiedener Auslöser:
- Infekte
- 20% myelodysplastischer myeloproliferative Krankheiten
- Colitis Ulzerosa
- Bowel-Bypass-Syndrom
- benigne monoklonale Gammopathie
- Arzneimittel (Antibiotika, Antiepileptika)
Sweet-Syndrom Epidemiologie zu:
Sweet-Syndrom
Epidemiologie
Sweet-Syndrom
- Das Sweet-Syndrom ist weltweit verbreitet.
- Die Erkrankung ist selten.
- Häufiger sind Frauen v.a. im mittleren Lebensalter betroffen.
- Man unterscheidet zwischen 3 Fromen:
Infolge Infektionen
paraneoplastisch
medikamenteninduziert
Sweet-Syndrom Differentialdiagnosen zu:
Sweet-Syndrom
Differentialdiagnosen
Sweet-Syndrom
Sweet-Syndrom Anamnese zu:
Sweet-Syndrom
Anamnese
Sweet-Syndrom
Beim Sweet-Synrdom sind folgende Informationen von Bedeutung:
- Fieber?
- Exanthem?
-> Pusteln, Blasen an Haut, Schleimhaut
Sweet-Syndrom Diagnostik zu:
Sweet-Syndrom
Diagnostik
Sweet-Syndrom
Zur diagnostischen Abklärung des Sweet-Syndroms sind relevant:
- Histopathologie Ödem der der papillären Dermis
diffuse leukozytäre Infiltration
epidermale Parakeratose
-> intra- u. subepidermal
C3-Präzipitate in Gefäßwand mit
Endothelschwellung
gelententlich fibrinoide Degernation
keine Nekrose
- Labor: Leukozyten bis 20000/mm³ ( v.a. Neutrophile ), erhöhte BSG, Akutephaseproteine
Sweet-Syndrom Klinik zu:
Sweet-Syndrom
Klinik
Sweet-Syndrom
Das Sweet-Syndrom wird durch folgende Merkmale gekennzeichnet:
- oft vorausgehender Virusinfekt
- Fieber, Myo-, Arthralgien, Kopfschmerz,
- Exanthem an Gesicht, Hals, obere Extremität besonders Streckseiten
- hell- lividrote Hautläsionen, schermzhaft
- ca münzgroße konfluierende Papeln
-> prall, derb, weißlich, transparent
-> DD: Bläschen - in 50% Systemsymptome, nicht andauernd
- akrolokatlisierte Variante möglich
-> hauptsächlich Frauen, evlt. mit
Darmerkrankungen, Infektionen assoziiert - selten betroffen: Mundschleimhaut, Augen, Gelenke, Nieren
Sweet-Syndrom Therapie zu:
Sweet-Syndrom
Therapie
Sweet-Syndrom
Die therapeutischen Möglichkeiten bei Sweet-Syndrom umfassen folgendes:
- episodischer Verlauf -> 30% chronisch-rezidivierend
- heilt unbehandelt nach Wochen – Monaten ab
- systemische Glucocorticoidtherapie schlägt sofort an
-> initial 60-80 mg/ Tag über 2-3 Wochen - lokal Glucocorticoide Creme, Lotionen
Sweet-Syndrom Komplikationen zu:
Sweet-Syndrom
Komplikationen
Sweet-Syndrom
Zu den Komplikationen des Sweet-Syndroms liegt derzeit keine weitere Information vor.
Sweet-Syndrom Zusatzhinweise zu:
Sweet-Syndrom
Zusatzhinweise
Sweet-Syndrom
Zum Sweet-Syndrom liegen derzeit keine weitere Zusatzhinweise vor.
Sweet-Syndrom Literaturquellen zu:
Sweet-Syndrom
Literaturquellen
Sweet-Syndrom
1. Ingrid Moll ( 2005, 6.Auflage ) - Duale Reihe
Dermatologie - Georg Thieme Verlag, Stuttgart
2. P.Fritsch Dermatologie und Venerologie für das Studium ( 1.Auflage 2009 ) - Springer, Berlin;
3. Braun-Falco O, Plewig G, Wolff HH, Burgdorf WHC,
Landthaler M (2005) – Dermatologie und Venerologie – Springer, Heidelberg
- (2007) Petres, Rompel - Operative Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Springer
- (2009) Rassner G - Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
- (2009) Fritsch P - Dermatologie und Venerologie für das Studium - Springer
- (2007) Altmeyer P - Dermatologische Differenzialdiagnose, Der Weg zur klinischen Diagnose - Springer
- (2005) Braun-Falco O, Plewig G, Wolff HH, Burgdorf WHC, Landthaler M - Dermatologie und Venerologie - Springer, Heidelberg
- (2003) Jung E, Moll I - Dermatologie - Thieme, Duale Reihe
Sweet-Syndrom
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