Striae distensae

Synonyme: Schwangerschaftsstreifen

Definition

Striae distensae

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  • sind häufig auftretende, linear angeordnete und eingesunkene Atrophien der Haut, die als Folge einer Überdehnung mit Schädigung der Dermis auftreten

Ätiologie

Striae distensae

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  • Ursachen sind Wachstumsschübe in der Pubertät, Schwangerschaft, schnelle Gewichtsänderungen und längerfristige Kortisonexposition
  • die Patophysiologie ist ungeklärt
  • es kommt zu Rissen im Bindegewebe der Dermis und sekundär zu einer atrophie
  • eine genetische Prädisposition wird vermutet

Epidemiologie

Striae distensae

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  • Frauen sind häufiger betroffen als Männer

Differentialdiagnosen

Striae distensae

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Anamnese

Striae distensae

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  • Inspektion
  • bei Zweifel Hautbiopsie
  • typische streifenförmige Hautveränderungen?
  • Lokalisation?
  • Kortisonexposition?
  • Gewichtsverlust oder -zunahme?
  • Schwangerschaft?
  • liegt Morbus Cushing vor?

Diagnostik

Striae distensae

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  • entscheident sind Anamnese und Klinik
  • in Zweifelsfällen kann eine Hautbiopsie hilfreich sein

Klinik

Striae distensae

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  • gemäß der Ursache werden mehrere Formen unterschieden

Striae cutis atrophicae:

  • typisch sind multiple, symetrische, gut umschriebene, linear-atrophische Hautveränderungen, die zunächst rotviolett erscheinen (Striae rubrae), im Lauf der Zeit dann ihre Farbe verlieren und atrophieren
  • initial kann ein leichter Juckreiz bestehen, der aber schnell verschwindet
  • in seltenen Einzelfällen kommt es zu Ulzerationen der Haut
  • Prädilektionsstellen bei Frauen sind Brust, Oberschenkel, Hüfte und Gesäß
  • bei Männern Schulter, Lumbosakralregion und Hüfte

Striae gravidarum:

  • in der Schwangerschaft - besonders im letzten Trimenon und bei Erstgebärenden - kann es zu Schwangerschaftsstriae am Bauch und an den Brüsten kommen

Kortison-Striae:

  • Striae nach Kortisonexposition (medikamentös oder im Rahmen eines Morbus Cushing) treten stärker generalisiert auf
  • betroffen sind v.a. intertriginöse Areale und Beugeseiten

Therapie

Striae distensae

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  • Striae distensae sind v.a. kosmetisch störend
  • topische Retinoide können bei frischen Läsionen eine Heilung mit geringerer residueller Atrophie begünstigen
  • Striae rubrae lassen sich außerdem mit dem gepulsten Farbstofflaser behandeln

Komplikationen

Striae distensae

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Zusatzhinweise

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Literaturquellen

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  1. A. Meves - Intensivkurs Dermatologie - Urban u. Fischer
  2. O. Braun-Falco, G. Plewig, H.H. Wolff - Dermatologie und Venerologie - Springer Verlag
  • (2007) Petres, Rompel - Operative Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Springer
  • (2009) Rassner G - Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  • (2009) Fritsch P - Dermatologie und Venerologie für das Studium - Springer
  • (2007) Altmeyer P - Dermatologische Differenzialdiagnose, Der Weg zur klinischen Diagnose - Springer
  • (2005) Braun-Falco O, Plewig G, Wolff HH, Burgdorf WHC, Landthaler M - Dermatologie und Venerologie - Springer, Heidelberg
  • (2003) Jung E, Moll I - Dermatologie - Thieme, Duale Reihe

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