Solitäre Aphthen

Synonyme: isoliert vorkommende Aphthen

Definition

Solitäre Aphthen

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Die solitären Aphthen sind ein relativ häufiges, nicht-rezidivierendes Geschehen polyätiologischer Genese, das mit schmerzhaften, rundlichen Ulzerationen der Mundschleimhaut einhergeht.


Ätiologie

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Mögliche Ursachen für das Auftreten der solitären Aphthen sind:

  • akute Infekte
  • Arzneimittelreaktionen
  • gastrointestinale Störungen
  • posttraumatische Bissverletzungen
  • zahnärztliches Trauma
  • thermische oder toxische Einwirkung

Epidemiologie

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  • Die solitären Aphthen stellen ein relativ häufig vorkommendes Krankheitsbild dar.
  • Sie können in jedem Lebensalter auftreten.

Differentialdiagnosen

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Anamnese

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Bei den solitären Aphthen sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Wann ist die Hauterkrankung erschienen? 
  • Beschwerden: Schmerzhaftigkeit? Brennen? 
  • Lokalisation? Verlauf? 
  • Frühere Hauterkrankungen? Infektionen?
  • Bekannte Grunderkrankungen?
  • Gehäuftes Auftreten bei Angehörigen? andere bekannte Grunderkrankungen in der Familie?
  • Allergien?
  • Medikamenteneinnahme? 
  • Mechanische Verletzungen der Mundschleimhaut? Chemische Schädigungen?
  • Bisherige therapeutische Maßnahmen? Mit welchem Erfolg?

Diagnostik

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Zur diagnostischen Abklärung der solitären Aphthen sind relevant:

  • Anamnese
  • Klinisches Bild

Klinik

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Die solitären Aphthen werden durch die folgenden klinischen Befunde gekennzeichnet:

  • Prädilektionsstellen: meist Mundschleimhaut (am häufigsten an der Lippenschleimhaut, an der Wangen- und Zungenschleimhaut und am Mundboden auftretend), seltener Genitalschleimhaut betroffen.
  • Effloreszenzen: solitäre, schmerzhafte, linsen- bis über 10 mm große, entzündliche Erosionen der oralen bzw. genitalen Schleimhaut, die von einer Fibrinmembran bedeckt und von einem hyperämischen Hof umgeben sind.
  • Klinisches Bild: initial entzündliche Rötung mit Ödem, Schwellung, entzündliches Infiltrat; später partielle oder totale Nekrosen des Schleimhautepithels, Erosionen, Ulzera, Blutungen.
  • Subjektive Beschwerden: Schmerzen, Brennen.
  • Verlauf: in der Regel spontane Abheilung der Läsionen innerhalb von 1-2 Wochen.

Therapie

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei solitären Aphthen umfassen folgendes:

  • Suche nach Krankheitsauslösenden oder - unterhaltenden Faktoren.
  • Antigen vermeiden.
  • meist keine Behandlung notwendig (spontane Abheilung).
  • topische Behandlung bei stark ausgeprägtem Schmerz: Betupfen der Aphthen mit adstringierenden Lösungen und/oder anästhesierenden, beispielsweise lidocainhaltigen Lösungen oder Gelen.

Komplikationen

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Bei den solitären Aphthen können folgende Komplikationen vorkommen:

  • bakterielle Superinfektion
  • Narbenbildung

Zusatzhinweise

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Zu den solitären Aphthen liegen derzeit keine weiteren Zusatzhinweise vor.


Literaturquellen

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  1. (2005) Braun-Falco O, Plewig G, Wolff HH, Burgdorf WHC, Landthaler M - Dermatologie und Venerologie - Springer Verlag, Heidelberg, 5. Auflage
  2. (2002) Constantin E. Orfanos, Claus Garbe -  Therapie der Hautkrankheiten - Springer Verlag, 2. Auflage
  3. Peter Fritsch (2009) - Dermatologie und Venerologie für das Studium - Springer Verlag
  4. (2007) Petres, Rompel - Operative Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Springer
  5. (2009) Rassner G - Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  6. (2009) Fritsch P - Dermatologie und Venerologie für das Studium - Springer Verlag
  7. (2007) Altmeyer P - Dermatologische Differenzialdiagnose, Der Weg zur klinischen Diagnose - Springer Verlag
  8. (2008) Konrad Bork, Walter Burgdorf, Nukolaus Hoede - Mundschleimhaut- und Lippenkrankheiten: Klinik, Diagnostik und Therapie. Atlas und Handbuch. - Schattauer Verlag, 3. Auflage
  9. (2003) Jung E, Moll I - Dermatologie - Thieme Verlag, Duale Reihe

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