Sehstörungen

Definition

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Sehstörungen als Medikamentennebenwirkungen sind medikamentös bedingte Funktionsstörungen des N. opticus (II.) und damit einhergehende Beeinträchtigung des Sehvermögens.


Ätiologie

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Die Ursachen der Sehstörungen als Medikamentennebenwirkungen sind:


Epidemiologie

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Genaue epidemiologische Daten zur Sehstörungen als Medikamentennebenwirkungen sind zur Zeit nicht verfügbar.


Differentialdiagnosen

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Anamnese

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Bei Sehstörungen als Medikamentennebenwirkungen sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Beginn, Verlauf und Ausprägung der Symptomatik?
  • Sehstörungen und deren Charakter?
  • weitere neurologische Symptome?
  • ausführliche Medikamentanamnese (eingenommene Substanzen, Dosierung, Einnahmeintervall)
  • bekannte Vorerkrankungen (relevante Nieren-/Lebererkrankungen, Darmerkrankungen, neurologische Vorerkrankungen)?

Diagnostik

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Zur diagnostischen Abklärung der Sehstörungen als Medikamentennebenwirkungen sind relevant:

  • neurologische Untersuchung: gründliche Hirnnervenuntersuchung: Geschmacks-/Geruchstestung, Hörprüfung, Weber-Rinne-Versuch, Stand- und Gangtests, Perimetrie, Funduskopie, Okulomotorik, Pupillomotorik, Farbsehprüfung, Audiometrie, mimische Muskulatur
  • Elektrophysiologie: VEP
  • bildgebende Verfahren: cCT/cMRT bei V.a. zentralen Prozess bzw. symptomatische Hirnnervenläsionen
  • Labor: Retentionsparameter (Harnstoff, Elektrolyte, Kreatinin), Leberparameter (Transaminasen, Cholestasewerte, Quick, Albumin, Bilirubin) Blutbild, evtl. Medikamentenspiegel, Toxikologie aus Blut und Urin

Klinik

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Sehstörungen als Medikamentennebenwirkungen können eine oder mehrere der folgenden Symptome zeigen:

  • N. opticus:
    • Rot-Grün-Farbstörung
    • Papillenödem und Katarak unter Glukokortikoiden
    • schmerzhafte Optikusneuritis mit Sehstörung und Zentralskotom unter Chloramphenicol und Ethambutol
    • Farbsinn- und Sehstörungen unter Tetrazyklin und Digitalisglykosiden (Xanthopsie=Gelbsehen)

Therapie

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei Sehstörungen als Medikamentennebenwirkungen umfassen folgendes:

  • keine kausale Therapie verfügbar
  • sofortiges Absetzen bei beginnender Symptomatik
  • Verzicht auf toxische Präparate und Ausweichen auf sichere Medikamente

Komplikationen

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Bei Sehstörungen als Medikamentennebenwirkungen kommen folgende Komplikationen vor:

  • irreversible Optikusatrophie bis hin zur Erblindung

Zusatzhinweise

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Zu den Sehstörungen als Medikamentennebenwirkungen liegen derzeit keine weitere Zusatzhinweise vor.


Literaturquellen

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1. Poeck K, Hacke W (2006) – Neurologie, 12. aktualisierte und erweiterte Auflage – Springer Medizin Verlag, Heidelberg

2. Gleixner C, Müller M, Wirth S (2007) - Neurologie und Psychiatrie - Medizinische Verlags- und Informationsdienste, Breisach

  • (2007) Berlit P - Basiswissen Neurologie - Springer
  • (2007) Masuhr K.F.,Neumann M - Neurologie,6. Aufl. - Thieme Verlag, Duale Reihe
  • (2007) Buchner H - Neurologische Leitsymptome und diagnostische Entscheidungen - Thieme
  • (2007) Bitsch A - Neurologie "to go" - Wissenschaftliche Verlagsges
  • (2006) Poeck, Hacke, - Neurologie - Springer, Berlin
  • (2006) Mumenthaler M, Mattle H, - Kurzlehrbuch Neurologie - Thieme Verlag

Assoziierte Krankheitsbilder zu Sehstörungen

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