Seborrhoisches Säuglingsekzem

Definition

Seborrhoisches Säuglingsekzem

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  • diffuse Schuppung und Rötung in den talgdrüsenreichen Arealen des Kopfes, Rumpfes und der Hautfalten, die sich bereits in der 2. bis 10. Lebenswoche manifestiert und meist bis zum 12. Lebensmonat abheilt

Ätiologie

Seborrhoisches Säuglingsekzem

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  • die Ursache der Erkrankung ist nicht bekannt
  • Veränderungen der physiologischen Hautflora durch vermehrte Talgabsonderung, eine Besiedlung mit dem Hefepilz Malassezia furfur, ein Enzymdefekt und eine genetische Disposition werden diskutiert
  • eine gesicherte Beziehung zum seborrhoischen Ekzem des Erwachsenen besteht nicht

Epidemiologie

Seborrhoisches Säuglingsekzem

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Differentialdiagnosen

Seborrhoisches Säuglingsekzem

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Anamnese

Seborrhoisches Säuglingsekzem

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  • Inspektion
  • wann hat sich das Ekzem manifestiert?
  • fettige, festhaftende Schuppung der Kopfhaut ohne oder mit geringer Entzündung?
  • Rötung?
  • Verkrustung?
  • evtl. Entzündungsherde?
  • Lokalisation?
  • evtl. Juckreiz?
  • kaum Kratzeffekte?
  • Fieber?
  • Anämie?
  • Dyspepsie?
  • Sekundärinfektionen mit Hefen und Bakterien?

Diagnostik

Seborrhoisches Säuglingsekzem

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  • klinisch
  • evtl. zusätzlich Nachweis von Pityrosporum ovale
  • Histologie und Laborwerte sind nicht diagnoseweisend

Klinik

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  • beginnt typischerweise im 1. oder 2. Lebensmonat
  • mildeste und häufigste Variante ist der Gneis (fettige, festhaftende Schuppung der Kopfhaut ohne oder mit geringer Entzündung)
  • Gneis kann sich von selbst zurückbilden, aber auch spontan oder als Folge ungeeigneter Therapiemaßnahmen in eine stärkere Entzündung mit Schuppung, Rötung und Verkrustung übergehen, die sich auch auf das Gesicht, die retroaurikulären Areale und intertriginöse Bezirke (Halsfalten, Abillen, Windelgegend) ausbreitet
  • meist nur geringer Juckreiz
  • man sieht keine stärkeren Kratzeffekte
  • selten kommt es zu einer Erythrodermie (Erythrodermia desquamativa Leiner) mit Rötung und Schuppung des gesamten Integumentes
  • dabei können Fieber, Anämie, Dyspepsie und Sekundärinfektionen mit Hefen und Bakterien auftreten

Therapie

Seborrhoisches Säuglingsekzem

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  • Behandlung sollte so mild wie möglich sein
  • z.B. mit Weizenkleibädern und Olivenöl zur Hautpflege und Ablösung der Schuppen
  • bei stärkeren entzündlichen Veränderungen kommen kurzfristig Hydrokortison-Zubereitungen (keine halogenierten Steroide!) zum Einsatz
  • bei Sekundärinfektionen werden z.B. 2%ige Ketoconazol-Creme, Ketoconazol-Lösung und -Shampoo eingesetzt

Komplikationen

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Zusatzhinweise

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Literaturquellen

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  1. F.C. Sitzmann - Pädiatrie - Duale Reihe - Thieme Verlag
  2. P.H. Höger - Kinderdermatologie - Schattauer Verlag

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