Schulverweigerung

Definition

Schulverweigerung

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  • Für die Schulverweigerung ist charakteristisch, dass die Betroffenen nicht zum Unterricht erscheinen.

Ätiologie

Schulverweigerung

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Die Ursachen der Schulverweigerung sind:

  • Trennungsangst (i.d.R. von der Mutter)
  • Schulverweigerung als Symptom
  • bei Jugendlichen: zusätzliches Auftreten eines anderen Vermeidungsvehaltens

Epidemiologie

Schulverweigerung

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Zur Epidemiologie der Schulverweigerung liegen folgende Informationen vor:

  • Häufigkeit: Jungen > Mädchen
  • Jugendliche: häufiger betroffen

Differentialdiagnosen

Schulverweigerung

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Anamnese

Schulverweigerung

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Bei der Schulverweigerung sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Geht das Kind aus psychischen Gründen nicht zur Schule?
  • Bestehen zusätzliche somatische Beschwerden?
  • Kopfschmerzen?
  • Übelkeit?
  • Bauchweh?
  • Furcht?
  • Fehlende Selbstsicherheit?
  • Depression?

Diagnostik

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Zur diagnostischen Abklärung sind relevant:

  • klinische Beobachtung führt zur Diagnosestellung

Klinik

Schulverweigerung

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Die Schulverweigerung kann folgende Symptome zeigen:

  • Kind geht aus psychischen Gründen nicht zur Schule
  • in den meisten Fällen: allmählicher Beginn
  • oft zusätzliche somatische Beschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Bauchweh
  • Furcht
  • fehlende Selbstsicherheit
  • Depression

Therapie

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei der Schulverweigerung umfassen Folgendes:

  • Psychotherapie
  • wichtig: frühstmögliche Rückkehr zur Schule
  • Antidepressiva zur Unterstützung: z.B. Fluvoxamin
  • Fluvoxamin: bei über 8 Jahre alten Kindern: anfangs z.B. 25 mg oral, Steigerung um z.B. 25 mg pro Woche, Maximaldosis 200 mg pro Tag [2]

Komplikationen

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Zu Komplikationen der Schulverweigerung liegen derzeit keine Informationen vor.


Zusatzhinweise

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Zur Schulverweigerung liegen folgende Zusatzhinweise vor:

  • günstige Prognose bei Beginn im Kindesalter

Literaturquellen

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  1. Möller HJ, Laux G, Deister A (2009) - Duale Reihe Psychiatrie und Psychotherapie - Thieme Verlag, Stuttgart (Seite 444-445)
  2. Ruß A (2008) - Arzneimittel pocket - Börm Bruckmeier Verlag, Grünwald (Seite 242)
  3. Kasper S, Volz HP (2003) - Psychiatrie compact - Georg Thieme Verlag, Stuttgart (Seite 263)
  • (2009) Klußmann R, Nickel M - Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - Springer Verlag, Wien
  • (2009) Mentzos S - Lehrbuch der Psychodynamik - Verlag Vandenhoeck & Ruprecht/BRO
  • (2009) Janssen P, Joraschky P, Tress W - Leitfaden Psychosomatische Medizin und Psychotherap - Deutscher Ärzte Verlag
  • (2008) Rentrop M, Müller R, Bäuml J - Klinikleitfaden Psychiatrie und Psychotherapie - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  • (2007) Rudolf - Psychotherapeutische Medizin und Psychosomatik - Thieme
  • (2007) Arolt V, Reimer C, Dilling H - Basiswissen Psychiatrie und Psychotherapie - Springer
  • (2006) Fritzsche K, Wirsching M - Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - Springer

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