Schizophrenie vom hebephrenem Typ

Synonyme: Hebephrene Schizophrenie

Definition

Schizophrenie vom hebephrenem Typ

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  • Die Schizophrenie von hebephrenem Typ ist eine endogene Psychose und ist u.a. gekennzeichnet durch affektive Störungen.

Ätiologie

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Die Ursachen der Schizophrenie von hebephrenem Typ sind:

  • multifaktoriell
  • genetisch
  • biochemisch
  • perinatale Schädigung
  • Ventrikelerweiterung
  • Hirnveränderung
  • sog. "Hypofrontalität"
  • psychosozial
  • gestörte Verarbeitung von Informationen
  • Ich-Schwäche als Kind

Epidemiologie

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Zur Epidemiologie der Schizophrenie von hebephrenem Typ liegen folgende Daten vor:

  • Prävalenz (Schizophrenie): bis 1 %
  • Häufigkeit: Männer = Frauen
  • durchschnittliches Alter für Erkrankungsbeginn: Frauen: ca. 26 Jahre, Männer: ca. 21 Jahre

Differentialdiagnosen

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Anamnese

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Bei der Schizophrenie von hebephrenem Typ sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Affektive Störungen?
  • Betroffener ist z.B. gleichgültig?
  • Formale Störungen des Denkens?
  • Gestörtes Sozialverhalten, z.B. Unberechenbarkeit?
  • Halluzinationen, z.B. das Hören von Stimmen?
  • Wahn?
  • Ich-Störung?

Diagnostik

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Zur diagnostischen Abklärung der Schizophrenie von hebephrenem Typ sind relevant:

  • gründliche Anamnese
  • wichtig: Symptome
  • körperliche Untersuchung
  • Labor
  • Bildgebung, z.B. CCT, MRT
  • Mindestdauer:
  • (nach DSM-IV: min. 6 Monate)
  • (nach ICD-10: min. 1 Monat)

weitere Differenzialdiagnosen:

  • M. Fahr
  • Hirnerkrankungen
  • exogene Psychosen

Klinik

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Die Schizophrenie von hebephrenem Typ kann folgende Symptome zeigen:

  • Affektive Störungen
  • Betroffener ist z.B. gleichgültig
  • Formale Störungen des Denkens
  • Gestörtes Sozialverhalten, z.B. Unberechenbarkeit
  • Halluzinationen, z.B. das Hören von Stimmen
  • Wahn
  • Ich-Störung

Therapie

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei der Schizophrenie von hebephrenem Typ umfassen Folgendes:

  • Psychotherapie
  • Ergotherapie
  • Psychoedukation

Schema [1]: 

  • Neuroleptika (normalerweise Monotherapie)
  • Beginn der Pharmakotherapie (akute Schizophrenie), beispielsweise täglich Haloperidol 3 x 2 bis 5 mg oral
  • bei psychotischem Zustand, der weniger akut ist: niedrigere Dosis, z.B. täglich 1 bis 3 mg Haloperidol oral
  • wichtig: einschleichend dosieren
  • Dosis nach Möglichkeit nach 7 Tagen verdoppeln - abhängig von Nebenwirkungen
  • Vorsichtige Dosierung u.a. bei Älteren
  • atypische Antipsychotika, z.B. Olanzapin (bei Schizophrenie): anfangs 1 x 10 mg oral [2]

Komplikationen

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Bei der Schizophrenie von hebephrenem Typ kommen folgende Komplikationen vor:

  • Zusätzlich oft Abhängigkeit z.B. von Alkohol, Drogen.

Zusatzhinweise

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Zur Schizophrenie von hebephrenem Typ liegen folgende Zusatzhinweise vor:

  • Spätdyskinesien bei ca. 20 % der Patienten, die mit klassischen Neuroleptika behandelt werden (Langzeitbehandlung).

Literaturquellen

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  1. Möller HJ, Laux G, Deister A (2009) - Duale Reihe Psychiatrie und Psychotherapie - Thieme Verlag, Stuttgart (Seite 139-167)
  2. Ruß A (2008) - Arzneimittel pocket - Börm Bruckmeier Verlag, Grünwald (Seite 250)
  3. Kasper S, Volz HP (2003) - Psychiatrie compact - Georg Thieme Verlag, Stuttgart (Seite 101)
  • (2009) Klußmann R, Nickel M - Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - Springer Verlag, Wien
  • (2009) Mentzos S - Lehrbuch der Psychodynamik - Verlag Vandenhoeck & Ruprecht/BRO
  • (2009) Janssen P, Joraschky P, Tress W - Leitfaden Psychosomatische Medizin und Psychotherap - Deutscher Ärzte Verlag
  • (2008) Rentrop M, Müller R, Bäuml J - Klinikleitfaden Psychiatrie und Psychotherapie - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  • (2007) Rudolf - Psychotherapeutische Medizin und Psychosomatik - Thieme
  • (2007) Arolt V, Reimer C, Dilling H - Basiswissen Psychiatrie und Psychotherapie - Springer
  • (2006) Fritzsche K, Wirsching M - Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - Springer

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