Riesenzelltumoren

Synonyme: giant-cell tumor

Definition

Riesenzelltumoren

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Als Riesenzelltumoren bezeichnet man lokal desktruktiv wachsende Tumore des Knochens, die jedoch aufgrund ihrer geringen Tendenz zur Metastasenbildung den semimalignen Tumoren zuzuordnen sind.


Ätiologie

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Die Riesenzelltumoren sind in 75% der Fälle in der Epipyhse lokalisiert.

  • Hauptbefallsorte: Femur (distal), Tibia (proximal), Radius (distal), Humerus (proximal)
  • histologisches Bild gekenntzeichnet von "Riesenzellen"
  • variabel in der Dignität (maligne, semimaligne und benigne Formen) 
  • neben dem Chondroblastom einziger Tumor mit primärem Befall der Epiphyse

Epidemiologie

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Die Riesenzelltumore machen 15 % aller benignen Knochentumoren aus.

Er erreicht seinen Altersgipfel im 25. - 40. LJ.


Differentialdiagnosen

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Anamnese

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Zu erhebende Anamnesedaten der Riesenzelltumoren sind:

  • Schmerzen?
  • Schwellungen?
  • Frakturen ohne adäquates Trauma?

Diagnostik

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Zur diagnostischen Abklärung der Riesenzelltumoren sind relevant:

Röntgen:

  • lytische Knochenläsion im Bereich der Epiphyse
  • keine Randsklerose
  • Affektion der Kortikalis
  • in etwa 20% der Fälle Durchbruch in umgebende Weichteile

CT:

  • genaue Feststellung der räumlichen Ausdehnung

MRT:

  • gute Darstellung der Weichteilaffektion

Biopsie:

  • vor allem zur Abgrenzung von primär malignen Tumoren

Klinik

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Bei einem Riesenzelltumor kommt es zu:


Therapie

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Mögliche Behandlungen der Riesenzelltumoren sind:

chirurgisch:

  • Ausräumung des Tumors
  • Auffüllung mit Knochenzement (Vorteil: Temperatur tötet anliegende Tumorzellen + ein Rezidiv ist in Nachbarschaft des Zementes gut erkennbar)
  • nach 1 bis 2 Jahren der Rezidivfreiheit: Entfernung des Zementes und autologe Spongiosaplastik
  • falls erforderlich: Tumorendoprothetik

strahlentherapeutisch:

  • bei inoperablen Tumoren: Röntgenbestrahlung

Komplikationen

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Mögliche Komplikationen eines Riesenzelltumors sind:

  • Rezidive  (etwa 25 % der Fälle)
  • Metastasierung (>5% der Fälle)
  • maligne Entartung (eher selten)

Zusatzhinweise

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Es liegen zur Zeit keine Zusatzinformationen zu den Riesenzelltumoren vor.


Literaturquellen

Riesenzelltumoren

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  1. (2010) Wülker Nikolaus - Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie - Thieme
  2. (2005) Rössler H, Rüther Wolfgang - Orthopädie und Unfallchirurgie - Urban & Fischer, Elsevier
  3. (2009) Niethard F, Pfeil J - Orthopädie und Unfallchirurgie - Thieme
  4. (1998) Krämer J, Grifka J, Hedtmann A, Krämer R - Orthopädie - Springer
  5. (1996) Zippel H - Orthopädie systematisch - Uni Med. Verlag AG
  6. (1989) Weber U., Zilch H - Orthopädie mit Repetitorium - Gruyter

Assoziierte Krankheitsbilder zu Riesenzelltumoren

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