Radioulnare Synostose

Definition

Radioulnare Synostose

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  • als radioulnare Synostosen werden knöcherne Verbindungen zwischen Radius und Ulna bezeichnet

Ätiologie

Radioulnare Synostose

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  • ursächlich können die kompletten und partiellen Synostosen auf Anlagenstörungen, Traumafolgen oder eine Myositis ossificans zurückgeführt werden
  • bei der kongenitalen Variante besteht bereits bei Geburt eine zunächst noch korpelige Verbindung zwischen Radius und Ulna, die im Laufe der ersten 12 Lebensmonate knöchern durchbaut wird
  • bei gelenknahen Frakturen kann es durch die Kallusbildung zur knöchernen, knorpeligen oder narbigen Verbindung der Röhrenknochen kommen

Epidemiologie

Radioulnare Synostose

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  • in 60% der Fälle liegt diese Synostose bilateral vor

Differentialdiagnosen

Radioulnare Synostose

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Anamnese

Radioulnare Synostose

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  • Inspektion
  • Einschränkung der Umwendbewegungen des Unterarms?
  • Drehbewegung in Pronationsstellung fixiert?
  • keine oder selten Schmerzen?
  • Ellenbogen evtl. mitbetroffen?
  • Mehrbeweglichkeit in den Handgelenken?
  • Röntgen

Diagnostik

Radioulnare Synostose

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  • durch kompensatorische Mehrbeweglichkeit in den Handgelenken wird diese häufige Dysostose zum Teil erst im Schulalter erkannt, wenn nicht eine Verknöcherung in funktionell ungünstiger Rotationsstellung vorliegt
  • die Rotationseinschränkung ist oft der einzige Hinweis auf eine Synostose bei Neugeborenen oder Kleinkindern, da im Röntgenbild die zunächst knorpelige Verbindung nicht sichtbar ist
  • erst später zeigt sich die knöcherne Brücke zwischen Radius und Ulna
  • in einigen Fällen ist zusätzlich das Ellenbogengelenk oder nur das Radiusköpchen nach vorne oder hinten disloziert
  • häufig fehlt das Radiusköpfchen auch völlig
  • in diesen Fällen besteht auch eine Einschränkung der Ellenbogengelenksbeweglichkeit
  • die Erkrankung kann ein- oder doppelseitig bestehen

Klinik

Radioulnare Synostose

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  • die Drehbewegung ist gewöhnlich in Pronationsstellung blockiert
  • die funktionelle Einschränkung bei den Umwendbewegungen des Unterarms ist klinisch das führende Symptom
  • Schmerzen werden selten angegeben

Therapie

Radioulnare Synostose

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  • bei den kongenitalen Synostosen wird die OP-indikation zurückhaltend gestellt
  • die chirurgische Entfernung der Synostose zur Verbesserung der Umwendbewegungen ist möglich, die Ergebnisse sind aber häufig durch Rezidive getrübt
  • alternativ kann durch eine Drehosteotomie die Hand in eine bessere Funktionsstellung gebracht werden, ohne dass damit die Umwendbewegungen wiederhergestellt wären
  • bei posttraumatischen Synostosen sind die operativen Ergebnisse insgesamt besser
  • zu beachten ist jeweils die begleitende Verkürzung der gesamten Membrana interossea

Komplikationen

Radioulnare Synostose

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Zusatzhinweise

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Literaturquellen

Radioulnare Synostose

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  1. H. Rössler, W. Rüther - Orthopädie und Unfallchirurgie - Urban u. Fischer
  2. F.U. Niethard, J. Pfeil - Orthopädie - Duale Reihe - Thieme Verlag
  3. K. Buckup - Kinderorthopädie - Thieme Verlag

Assoziierte Krankheitsbilder zu Radioulnare Synostose

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