Psychopharmaka-induzierte Notfälle

Synonyme: Notfälle durch Psychopharmaka

Definition

Psychopharmaka-induzierte Notfälle

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  • Psychopharmaka-induzierte Notfälle sind Notfälle aufgrund von Überdosierung der Psychopharmaka, die u.a. zu Desorientiertheit führen.

Ätiologie

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Die Ursachen der Psychopharmaka-induzierten Notfälle sind:

  • Überdosierung von Psychopharmaka z.B. in suizidaler Absicht
  • zentrales Serotonin-Syndrom: Beispiel für die Ursache: verbotenes Kombinieren bestimmter Medikamente

Epidemiologie

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Zur Epidemiologie der Psychopharmaka-induzierten Notfälle sind derzeit keine Daten bekannt.


Differentialdiagnosen

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Anamnese

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Bei Psychopharmaka-induzierten Notfällen sind folgende Informationen von Bedeutung:

zentrales Serotonin-Syndrom:

  • Betroffener: desorientiert?
  • Fieber vorhanden?
  • Besteht u.a. Tremor?
  • Betroffener: erregt?

malignes neuroleptisches Syndrom:

  • Trübung des Bewusstseins?
  • Besteht Rigor?
  • Fieber vorhanden?
  • Vegetative Störungen?

Diagnostik

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Zur diagnostischen Abklärung der Psychopharmaka-induzierten Notfälle sind relevant:

  • klinische Diagnosestellung
  • Labor: u.a. Erhöhung von Transaminasen, Kreatinphosphokinase oft erhöht (malignes neuroleptisches Syndrom)

Klinik

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Die Psychopharmaka-induzierten Notfälle können folgende Symptome zeigen:

zentrales Serotonin-Syndrom:

  • Betroffener: desorientiert
  • Fieber vorhanden
  • u.a. Tremor
  • Betroffener: erregt

malignes neuroleptisches Syndrom:

  • Trübung des Bewusstseins
  • Rigor
  • Fieber vorhanden
  • vegetative Störungen

Therapie

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei Psychopharmaka-induzierten Notfällen umfassen Folgendes:

zentrales Serotonin-Syndrom:

  • Medikamente unverzüglich absetzen 
  • Benzodiazepine (bei Erregung): z.B. Diazepam: in 1 bis 2 oralen oder rektalen Dosen: bis zu 20 mg am Tag [2]

malignes neuroleptisches Syndrom:

  • Neuroleptika unverzüglich absetzen
  • intensivmedizinische Behandlung
  • Dantrolen (bei Spastik): erste 7 Tage: oral 2x25 mg, 2-te Woche: 4x25 mg... [2]

Komplikationen

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Bei Psychopharmaka-induzierten Notfällen kommen folgende Komplikationen vor:

  • zentrales Serotonin-Syndrom: lebensgefährlich

Zusatzhinweise

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Zu Psychopharmaka-induzierten Notfällen liegen derzeit keine weiteren Zusatzhinweise vor.


Literaturquellen

Psychopharmaka-induzierte Notfälle

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  1. Möller HJ, Laux G, Deister A (2009) - Duale Reihe Psychiatrie und Psychotherapie - Thieme Verlag, Stuttgart (Seite 561-568)
  2. Ruß A (2008) - Arzneimittel pocket - Börm Bruckmeier Verlag, Grünwald (Seite 233, 252)
  3. Tölle R, Windgassen K (2009) - Psychiatrie - Springer Medizin Verlag, Heidelberg (Seite 383)
  • (2009) Klußmann R, Nickel M - Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - Springer Verlag, Wien
  • (2009) Mentzos S - Lehrbuch der Psychodynamik - Verlag Vandenhoeck & Ruprecht/BRO
  • (2009) Janssen P, Joraschky P, Tress W - Leitfaden Psychosomatische Medizin und Psychotherap - Deutscher Ärzte Verlag
  • (2008) Rentrop M, Müller R, Bäuml J - Klinikleitfaden Psychiatrie und Psychotherapie - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  • (2007) Rudolf - Psychotherapeutische Medizin und Psychosomatik - Thieme
  • (2007) Arolt V, Reimer C, Dilling H - Basiswissen Psychiatrie und Psychotherapie - Springer
  • (2006) Fritzsche K, Wirsching M - Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - Springer

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