Pseudo-Lennox-Syndrom
Synonyme: Atypische idiopathischer fokale Epilepsie, Atypische benigne fokale Epilepsie, Atypische benigne Partialepilepsie
Definition
Pseudo-Lennox-Syndrom
- es stehen neben meist aus dem Schlaf heraus ausftretenden großen Anfällen generalisierte kleine Anfälle mit Absence-artigen kurzen Umdämmerungen (atypische Absencen), Nickanfälle und vor allem astatische Anfälle im Vordergrund
- diese können statusartig und in Serien auftreten
Pseudo-Lennox-Syndrom
Ätiologie
Pseudo-Lennox-Syndrom
- die Erkrankung ist genetisch bedingt
- wegen der ähnlichen Symptome wie beim Lennox-Gastaut-Syndrom im Zusammenhang mit dem häufig zu erheblicher psychomentaler Retardierung gehörenden Verlauf, wird dieses Krankheitsbild als Pseudo-Lennox-Syndrom bezeichnet
- dieser Begriff ist international nicht bekannt
Pseudo-Lennox-Syndrom Epidemiologie zu:
Pseudo-Lennox-Syndrom
Epidemiologie
Pseudo-Lennox-Syndrom
- meist normal entwickelte Kinder zwischen dem 2. und 7 Lj. betroffen
Pseudo-Lennox-Syndrom Differentialdiagnosen zu:
Pseudo-Lennox-Syndrom
Differentialdiagnosen
Pseudo-Lennox-Syndrom
Pseudo-Lennox-Syndrom Anamnese zu:
Pseudo-Lennox-Syndrom
Anamnese
Pseudo-Lennox-Syndrom
- Inspektion
- EEG
- myoklonische und atonisch-statische Anfälle?
- generalisierte tonisch-klonische Anfälle?
- atypische Asencen?
- fokale paroxysmale Atonien?
- Absinken eines vorgestreckten Armes?
- seitenbetontes Kopfnicken?
- Ähnlichkeit mit dem Lennox-Gastaut-Sydrom?
Pseudo-Lennox-Syndrom Diagnostik zu:
Pseudo-Lennox-Syndrom
Diagnostik
Pseudo-Lennox-Syndrom
- im EEG finden sich frontal betonte multifokale Sharp-waves mit Generalisierung und deutlicher Aktivierung im Schlaf mit Nachweis von bioelektrischem Status epilepticus (ESES, CSWS)
Pseudo-Lennox-Syndrom Klinik zu:
Pseudo-Lennox-Syndrom
Klinik
Pseudo-Lennox-Syndrom
- die klinische Symptomatik ist gekennzeichnet durch myoklonische und atonisch-statische Anfälle, generalisierte tonisch-klonische Anfälle, atypische Asencen und Anfälle wie bei Rolando-Epilepsie
- typisch sind fokale paroxysmale Atonien mit Absinken eines vorgestreckten Armes und seitenbetontes Kopfnicken
- generalisierte tonische Anfälle treten dagegen nicht auf
Pseudo-Lennox-Syndrom Therapie zu:
Pseudo-Lennox-Syndrom
Therapie
Pseudo-Lennox-Syndrom
- Therapie entspricht dem der Rolando-Epilepsie
- jedoch ist das Ansprechen auf die Therapie schlechter und die Rezidivquote ist deutlich höher
- Leitlinie für die Effektivität der Behandlung ist in diesen Fällen das Schlaf-EEG
- da die betroffenen Kinder oftmals erhebliche Entwicklungsproble habe (ebenso demenzielle Symptomatik aufweisen) sind vor Beginn und im Verlauf der Behandlung regelmäßige psychometrische Untersuchungen erforderlich
- diese sollten neben der Gesamtentwicklung (IQ) insbesondere auch Störungen der zentralen auditiven Reizverarbeitung erfassen, die im engen Zusammenhang mit der Sprachentwicklung bzw. Störungen der Sprachentwicklung stehen
Pseudo-Lennox-Syndrom Komplikationen zu:
Pseudo-Lennox-Syndrom
Komplikationen
Pseudo-Lennox-Syndrom
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Pseudo-Lennox-Syndrom Zusatzhinweise zu:
Pseudo-Lennox-Syndrom
Zusatzhinweise
Pseudo-Lennox-Syndrom
Prognose:
- sie ist sehr wechselhaft und reicht von Residualschäden über konvulsive und seltener nonkunvulsive Staten bis hin zur Spontanremission während der Pubertät
Pseudo-Lennox-Syndrom Literaturquellen zu:
Pseudo-Lennox-Syndrom
Literaturquellen
Pseudo-Lennox-Syndrom
- Fröscher, Vassella, Hufnagel - Die Epilepsien: Grundlagen, Klinik, Behandlung - Schattauer Verlag
- E. Mayatepek - Repetitorium Pädiatrie - Urabn u. Fischer
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