Prostatakarzinom
Synonyme: Prostatakrebs
Definition
Prostatakarzinom
Das Prostatakarzinom ist ein Adenokarzinom mit Ursprung in den Epithelzellen der Prostatadrüsen.
Prostatakarzinom
Ätiologie
Prostatakarzinom
Die Ursache des Prostatakarzinoms ist immer noch unbekannt. Nach der gängigsten These verläuft die Entstehung in zwei Phasen:
- nicht androgensensible Phase: Entzündliche, kanzerogene, sowie epigenetische Prozesse führen zur Ausbildung einer intraepithelialen Neoplasie
- Androgensensible Phase
Risikofaktoren:
- Alter
- positive Familienanamnese bei Verwandten ersten Grades (2-fach erhöhtes Risiko)
- Sozio-ethnische Herkunft: höheres Risiko von Nord- gegenüber Südeuropäern
- Vorerkrankungen: sexuell übertragbare Erkrankungen (Risiko x 1,48) und Prostatitis (Risiko x 1,6)
Mögliche protektive Faktoren:
- Phytoöstrogene - z.B. aus Soja
- Lyconpene - z.B. in Tomaten
Prostatakarzinom Epidemiologie zu:
Prostatakarzinom
Epidemiologie
Prostatakarzinom
Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes: [2,3]
- 54.000 Neuerkrankungen/Jahr deutschlandweit
- Mit ca. 10% an dritter Stelle der zum Tode führenden Tumorerkrankungen
- Mittleres Erkrankungsalter: 69 Jahre [5]
Weltweite Inzidenzunterschiede:
- Spanien 35,9:100.000/Jahr
- Schweden 90,9:100.000/Jahr
- USA 124,8:100.000/Jahr
- Afroamerikaner 185,5:100.000/Jahr
Prostatakarzinom Differentialdiagnosen zu:
Prostatakarzinom
Differentialdiagnosen
Prostatakarzinom
- Akute bakterielle Prostatitis
- Chronisches Beckenschmerzsyndrom
- Chronische Prostatitis
- Benignes Prostatasyndrom
- Akute Prostatitis
- Chronische bakterielle Prostatitis
Prostatakarzinom Anamnese zu:
Prostatakarzinom
Anamnese
Prostatakarzinom
Folgende Informationen sind beim Prostatakarzinom von Bedeutung:
- keine Frühsymptomatik → Frage nach Interesse an einer Früherkennungsuntersuchung bei Männern > 40. Lebensjahr mit Aufklärung über die Aussagekraft und Konsequenzen positiver und negativer Testergebnisse
- roter Urin oder rotes Sperma?
- Probleme beim Wasserlassen? Harndrang? Inkontinenz? Nächtliches Aufstehen zum Wasserlassen wie oft?
- Probleme damit, eine Erektion zu bekommen? Seit wann?
- Rückenschmerzen? (bei Metastasen in der LWS)
- Erkrankungen bekannt?
- Krankenhausaufenthalte?
- Medikamenteneinnahme?
- Krebserkrankungen in der Familie?
Prostatakarzinom Diagnostik zu:
Prostatakarzinom
Diagnostik
Prostatakarzinom
Das Prostatakarzinom wird seit Einführung des PSA-Screening häufig in asymptomatischen Stadien entdeckt, in symptomatischen Stadien durch eine digital rektale Untersuchung oder genitale oder Harnwegssymptomatik.
Zur diagnostischen Abklärung des Prostatakarzinoms sind relevant: [3,4,5]
1. Früherkennungsuntersuchung:
- bei Wunsch nach Früherkennung sollte eine rektal-digitale Untersuchung sowie eine PSA-Bestimmung erfolgen inkl. Aufklärung über die weiterfolgende Therapie und Behandlung bei möglichen positiven Ergebnissen [1]
- digital rektale Untersuchung: asymmetrische, knotige Struktur (DD: symmetrische, nichtknotige Vergrößerung bei benigner Prostatahyperplasie)
- Labor → PSA im Blut: Prostata-spezifischer Marker; bei benigner Prostatahyperplasie oder Prostatakarzinom erhöht; indiziert vor Biopsie bei auffälliger rektal-digitaler Untersuchung. In einer Studie lag der positive Vorhersagewert bei Werten zwischen 4 und 10 ng/ml bei 21-22% und bei >10ng/ml bei 42-64% [12]. Bei einem PSA-Wert von < 2 ng/ml Kontrolle in einem Intervall von 2 Jahren oder individuell in einem längeren Intervall. Bei Werten > 2 ng/ml Intervall von 1 Jahr. Die Bestimmung des PSA im Blut ist als Screeningmethode für das Prostatakrazinom insgesamt umstritten, da die absolute Risikoreduktion sehr klein ist und das Risiko einer Überdiagnose und Komplikationen der Behandlung besteht.
Bei einer getasteten Verhärtung, einem PSA ≥ 4ng (nach Ausschluss von Störfaktoren) ODER einem PSA - Anstieg bei gleichbleibendem Testverfahren: =>
- TRUS gesteuerte Probestanzbiopsie (10-12 Proben unter Antibiotikatherapie)
Bei High Grade PIN (min. 4 Proben), Atypical Small Acinar Proliferations, hohem oder steigenden PSA-Wert Wiederholung nach 6 Monaten.
2. Erstdiagnose:
- digital rektale Untersuchung
- ergänzend transrektaler Ultraschall (allerdings kann dieser bei vorhandenem Prostatakarzinom häufig negativ sein, daher ist immer eine Biopsie notwendig [11])
- bei Auffälligkeiten (Kriterien s.o.): Probestanzbiopsie, vorher PSA-Bestimmung. Biopsie immer bei PSA-Werten > 4ng/ml unabhängig von der digital-rektalen Untersuchung (falls ein Screening erfolgte). USA: das National Comprehensive Cancer Network empfiehlt ebenfalls eine Biopsie bei PSA-Werten zwischen 2,6 und 4 ng/ml oder bei einem Anstieg von ≥ 0.35 ng/mL pro Jahr, wenn das PSA ≤ 2,5 ng/ml beträgt, da einige Männer mit Prostatakarzinom PSA-Werte < 4ng/ml aufweisen [13]
- bei negativer Biopsie evtl. MRT
3. Staging:
klinisches T-Stadium - Ergebnisse von:
- DRU
- allen bisherigen bildgebenden Verfahren
- Dissektion der Leistenlymphknoten
- MRT der Beckenorgane bei 1.) Gleason Score ≥ 8 oder 2. cT3/4
- Knochenszintigraphie bei
- positiver Biopsie + PSA ≥ 10ng/ml oder
- Gleason Score ≥ 8 oder
- cT3/4 oder
- Knochenschmerzen
Bei unklarem Befund oder Verdacht auf Stabilität gefährdende Knochenmetastasen weitere radiologische oder neurologische Untersuchung.
4. Grading:
Nach dem Gleason Score-Addition der Werte der zwei häufigsten gefundenen Atypiegrade.
5. Nachsorge:
Regelmässige PSA-Werte nach einer primären Therapie. Grenzwerte (mindestens zweimal bestätigt)
- radikale Prostatektomie PSA ≥ 0,2 ng/ml
- perkutane Strahlentherapie PSA ≥ 2 ng/ml
Prostatakarzinom Klinik zu:
Prostatakarzinom
Klinik
Prostatakarzinom
Das Prostatakarzinom kann folgende Symptome zeigen:
- keine Frühsymptomatik
- spät: Obstruktion der Harnwege mit Nykturie, Harndrang, erhöhter Urinfrequenz (cave: auch durch benigne Prostatahyperplasie möglich)
- spät: erektile Dysfunktion: wenn neu aufgetreten, immer ein Prostatakarzinom ausschliessen!)
- selten Hämaturie und Hämotospermie
- sehr spät: Rückenschmerzen bei Metastasen in der LWS
Prostatakarzinom Therapie zu:
Prostatakarzinom
Therapie
Prostatakarzinom
Therapie des Prostatakarzinoms hängt von Patientenwunsch, Stadium und Operabilität ab: [1,2,4,8]
1. Active surveillance
Überwachtes Aufschieben einer kurativen aber invasiven Therapie
Vorraussetzung:
- PSA ≤ 10 ng/ml
- Gleason Score ≤ 6
- Tumorstadien bis T2a
- Tumorzellen in ≤ 2 Stanzen
- ≤ 50% Tumorzellen in Stanze
Vorgehen:
- 3-monatige DRU und PSA-Bestimmung für 2 Jahre
- Ø Anstieg des PSA → 6 monatige DRU und PSA-Bestimmung
- Alle 12 - 18 Monate Stanzbiopsie
- Bei PSA Verdopplung < 3 Jahre oder Gleason Score > 6 → invasivere Therapieoption (meist radikale Prostatektomie)
2. Watchful Waiting
Therapieverzicht bis zum Auftreten von Symptomen
- Bei einer Lebenserwartung < 10 Jahre
- Treten Symptome auf → palliative Behandlung
3. Radikale Prostatektomie [9]
Vorraussetzungen
- lokal begrenzter Tumor
- PSA ≤ 50 ng/ml
- Lebenserwartung > 10 Jahre
Bei biochemischem (PSA -) Rezidiv
- perkutane Salvagestrahlentherapie mit ≥ 66 Gy bei pNx oder pN0 und PSA < 0,5 ng/ml
4. Perkutane 3D-konformale Strahlentherapie
- Alternative bei lokal begrenzten Prostatakarzinomen
- Bestrahlung mit 70 - 72 GY bei PSA ≤ 10ng/ml, Gleason Score ≤ 6 und Tumorstadium ≤ T2a (Niedrigrisikokarzinom)
- Zusätzliche (neo-)adjuvante hormonablative Therapie für 2-3 Jahre bei PSA ≥ 20 ng/ml, Gleason Score ≥ 8, Tumorstadium ≥ T2c (Hochrisikokarzinom), Lymphknotenmetastasen
- Bei dazwischenliegenden Werten/ Stadien besteht die Möglichkeiten der Dosiserhöhung oder zusätzlichen hormonablativen Therapie
Bei Biochemischem (PSA-) Rezidiv:
- Salvageprostatektomie durch möglichst erfahrenen Operateur
5. Adjuvante perkutane Strahlentherapie
- Nach Totalresektion mit PSA im Bereich um Null;
- 60 - 64 Gy Bestrahlung.
Empfohlen bei:
- pT3N0 R1 Resektion(A)
- PT3 R0 Resektion mit Risikofaktoren (Samenblaseninfiltration) (B)
- pT2 R1 Resektion (0)
6. Low - Dose - Rate - Brachytherapie
- Primäre Therapieoption bei lokalen Prostatakarzinomen.
- In kontrollierten Studien in Kombination mit oben genannten Therapieverfahren zur Behandlung von Hochrisikokarzinomen im Einsatz.
Bei biochemischem (PSA-) Rezidiv:
- Salvageprostatektomie durch möglichst erfahrenen Operateur.
7. High - Dose - Rate - Brachytherapie
- Einsatz bei lokal begrenzten Tumoren sollte momentan kontrollierten Studien vorbehalten sein.
- Primäre Therapieoption bei Stadium cT3 in Kombination mit perkutaner Strahlentherapie
8. Lymphadenektomie
- Entfernung von mindestens 10 Lymphknoten, um die Wahscheinlichkeit Metastasen zu finden zu erhöhen.
- Empfohlen bei Stadium T3 vor radikaler Prostatektomie
9. Hormontherapie
Primäre Therapie
- Bei hormonsensiblem Tumor und Harnstauungsniere
Neo -/Adjuvant
- bei fortgeschrittenen lokal begrenzten Karzinomen höheren Risikos kombiniert mit einer perkutanen Strahlentherapie für mindestens zwei, besser drei Jahre (Risikobewertung s.o.)
Palliativ
- Bei einer Entscheidung gegen eine der kurativen Behandlungsmethoden.
- Therapiebeginn aus dem Waitful Watching heraus bei Symptomverstärkung und Patientenwunsch
- Bei einem metastasierten Karzinom
- Möglichkeit der sekundären Hormontherapie mit entsprechenden Nebenwirkungen und unsicherer Verlängerung der Überlebenszeit
- Möglichkeit einer Chemotherapie bei raschem PSA-Anstieg, sichtbarem Fortschreiten in der Bildgebung und Patientenwunsch
Bei progredienten Symptomen:
- Docetaxel 75mg/m² alle 3 Wochen in Kombination mit
- Prednisolon 5mg 2-mal täglich
weitere palliative Therapieoptionen:
- Prednisolon, Dexamethason, Prednison
- Bisphosphonate
- zytostatische Chemotherapie
- lokale perkutane Strahlentherapie
- Radionukleotidtherapie
- Supportivtherapie
10. Therapie von Knochenmetastasen:
- Analgetikatherapie nach WHO-Schema
- perkutane lokale Strahlentherapie: Frakturgefahr, Querschnittsgefahr, persistierenden Schmerzen unter systemischer Therapie
- Bisphosphonate: zur Therapie von Knochenschmerzen
- Zoledronsäure: zur Prävention von Komplikationen bei hormonrefraktären Knochenmetastasen
- Radionuklidtherapie: bei hormonrefraktären Metastasen und Knochenschmerzen [10]
11. Therapie der Harnstauung
- Bei symptomatischem Harnstau bevorzugt perkutane Katheterisierung und monatliche Kontrolle
- Methode sollte unter Berücksichtigung des Patientenwunsches und der wahrscheinlichen Lebenserwartung gewählt werden
Prostatakarzinom Komplikationen zu:
Prostatakarzinom
Komplikationen
Prostatakarzinom
Als Komplikationen des Prostatakarzinoms können auftreten:
- Metastasierung (zunächst meist in die Knochen)
- Obstruktion der Harnwege
- postrenales Nierenversagen
- Tod
Prostatakarzinom Zusatzhinweise zu:
Prostatakarzinom
Zusatzhinweise
Prostatakarzinom
Wichtige Zusatzhinweise zu dem Prostatakarzinom:
TNM Klassifikation des Prostatakarzinoms:
T - Beurteilung des Primärtumors
Tx - nicht beurteilbar
T0 - kein Tumor vorhanden
T1 - rein histologischer Tumor
- T1a - inzidentieller Tumor: zufälliger Tumorfund in weniger als 5% des entfernten Gewebes
- T1b - inzidentieller Tumor: zufälliger Tumorfund in mehr als 5% des entfernten Gewebes
- T1c - durch Biopsie gefundener rein histologischer Tumor
T2 - auf die Prostata begrenzter Tumor betreffend:
- T2a - weniger als die Hälfte eines Prostatalappens
- T2b - mehr als die Hälfte eines Prostatalappens
- T2c - beide Prostatalappen
T3 - Wachstum durch die Prosatakapsel
- T3a - Ein - oder beidseitig
- T3b - die Samenblase(n) infiltrierend
T4 - Befall anderer Organe als der Samenblase(n)
N - Regionaler Lymphknotenbefall
Nx - nicht beurteilbar
N0 - kein Lymphknotenbefall
N1 -Lymphknotenbefall
M - Fernmetastasen
Mx - nicht beurteilbar
M0 - keine Fernmetastasen
M1 - Fernmetastasen vorhanden
- M1a - in nicht regionalen Lymphknoten
- M1b - in Knochen
- M1c - in anderen Organen oder Strukturen
2010 wurde das TNM-System zusammen mit dem Gleason-Score in prognostische Gruppen aufgeteilt: [14, 15]
- Gruppe I: niedriges Risiko, lokale Tumore: T1 oder T2a UND PSA < 10ng/ml UND Gleason score ≤6. 5JÜR: 96%, 10JÜR: 86%, 15JÜR: 73%
- Gruppe IIA: lokale Tumore mit mindestens einem mittlerem Risikolevel: anatomisch T2b ODER PSA > 10ng/ml und < 20ng/ml ODER Gleason score 7.
- Gruppe IIB: lokale Tumore mit mindestens einem hohen Risikolevel: anatomisch T2c ODER PSY >20ng/ml ODER Gleason score ≥8.
- Gruppe II: 5JÜR: 94%, 10JÜR: 75%, 15JÜR: 61%
- Gruppe III: lokal fortgeschrittene Tumore mit extrakapsulärer Ausdehnung (T3) unabhängig von PSA und Gleason score. 5JÜR: 83%, 10JÜR: 62%, 15JÜR: 39%
- Gruppe IV: jedes T4 ODER positiven Lymphknoten (N1) ODER Fernmetastasen (M1). 5JÜR: 64%, 10JÜR: 34%, 15JÜR: 27%
Prostatakarzinom Literaturquellen zu:
Prostatakarzinom
Literaturquellen
Prostatakarzinom
- (2009) AWMF Leitlinie 043/ 022 - Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms
- (2009) Gasser T - Basiswissen Urologie - Springer
- (2009) Thüroff J - Urologische Differenzialdiagnose - Thieme
- (2007) Jocham D, Miller K - Praxis der Urologie - Thieme
- (2006) Schmelz HU, Sparwasser C, Weidner W - Facharztwissen Urologie - Springer
- (2009) Herold G - Innere Medizin - Herold, Köln
- Lu-Yao GL, Albertsen PC, Moore DF, Shih W, Lin Y, DiPaola RS, et al. Outcomes of localized prostate cancer following conservative management. JAMA. Sep 16 2009;302(11):1202-9.
- Mottet N, Bellmunt J, Bolla M, et al. EAU guidelines on prostate cancer. Part II: Treatment of advanced, relapsing, and castration-resistant prostate cancer. Eur Urol. Apr 2011;59(4):572-83.
- [Guideline] Thompson I, Thrasher JB, Aus G, et al. Guideline for the management of clinically localized prostate cancer: 2007 update. J Urol. Jun 2007;177(6):2106-31.
- Roque I Figuls M, Martinez-Zapata MJ, Scott-Brown M, Alonso-Coello P. Radioisotopes for metastatic bone pain. Cochrane Database Syst Rev. Jul 6 2011;CD003347.
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Catalona WJ, Richie JP, Ahmann FR, Hudson MA, Scardino PT, Flanigan RC, deKernion JB, Ratliff TL, Kavoussi LR, Dalkin BL (1994): Comparison of digital rectal examination and serum prostate specific antigen in the early detection of prostate cancer: results of a multicenter clinical trial of 6,630 men. J Urol. 151(5):1283.
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Coley CM, Barry MJ, Fleming C, Mulley AG (1997): Early detection of prostate cancer. Part I: Prior probability and effectiveness of tests. The American College of Physicians. Ann Intern Med. 126(5):394.
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National Comprehensive Cancer Network (NCCN) guidelines, www.nccn.org (Accessed on January 31, 2012)
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Prostate. In: AJCC Cancer Staging Manual, Springer, New York 2010. p.457.
- Roach, M, Lu, J, Pilepich, MV et al. (2000): RTOG prognostic model for disease-specific survival in early stage prostate cancer. Int J Radiat Oncol Biol Phys 47:609.
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