Primäre Hypersomnie

Synonyme: Hypersomnie

Definition

Primäre Hypersomnie

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Die primäre Hypersomnie ist gekennzeichnet durch extreme Schläfrigkeit am Tag.


Ätiologie

Primäre Hypersomnie

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Die Ursachen der primären Hypersomnie sind:

  • sozial
  • pharmakogen
  • neurologisch
  • psychisch
  • internistisch
  • organisch
  • genetisch

Epidemiologie

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Zur Epidemiologie der primären Hypersomnie liegen folgende Daten vor:

  • Schlafstörungen: ungefähr 20% der Bevölkerung

Differentialdiagnosen

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Anamnese

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Bei der primären Hypersomnie sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Zu wenig Schlaf?
  • Schlafattacken?
  • Tagsüber: extrem schläfrig?
  • Schlafapnoesyndrom?
  • Narkolepsie?

Diagnostik

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Zur diagnostischen Abklärung der primären Hypersomnie sind relevant:

  • EKG (EEG)
  • Labor
  • Welche Schlafstörung liegt vor?
  • Schlafbezogene Exploration:
  • u.a. Schlafverhalten
  • Befinden am Tage
  • Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit
  • Lebenslage
  • Leidensdruck
  • Schlaffragebogen
  • Ausschluss anderer Erkrankungen

weitere Differenzialdiagnosen:

  • psychische Störungen
  • Genussmittel, z.B. Kaffee vor dem Schlaf
  • pharmakogene Ursache, z.B. Stimulanzien

Klinik

Primäre Hypersomnie

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Die primäre Hypersomnie kann folgende Symptome zeigen:

  • Zu wenig Schlaf
  • Schlafattacken
  • Tagsüber: extrem schläfrig
  • Schlafapnoesyndrom
  • Narkolepsie

Therapie

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei der primären Hypersomnie umfassen Folgendes:

  • Behandlung der Grunderkrankung
  • Informationen über den Schlaf
  • Schlafhygiene, z.B. kein Kaffee vor dem Schlaf
  • Schlaf am Tag begrenzen
  • Vermeiden von Angst vor dem Schlaf
  • Körperliche Aktivität tagsüber
  • Entspannungsverfahren
  • Verhaltenstherapie

Pharmakotherapie:

  • leichte Einschlafstörungen: Baldrian
  • Hypnotika - Benzodiazepine (bei Bedarf), z.B. Diazepam: 5-20 mg/d [1]
  • Schlafmittel, z.B. Zopiclon: 7,5 mg/d [1]
  • sedierende Antidepressiva (bei Depression), z.B. Trimipramin: anfangs z.B. 25 mg oral, (langsame Steigerung) als tägliche Erhaltungsdosis bis 150 mg [2]
  • Melatonin (bei Jetlag, Älteren): Circadin 2 mg/d [1]

Komplikationen

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Bei der primären Hypersomnie kommen folgende Komplikationen vor:

  • Chronifizierung

Zusatzhinweise

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Zur primären Hypersomnie liegen folgende Zusatzhinweise vor:

  • Dauer der Hypersomnie: jeden Tag über min. 1 Monat 
  • sonst: kürzere Dauer, aber in sich wiederholenden Zeitabschnitten

Literaturquellen

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  1. Möller HJ, Laux G, Deister A (2009) - Duale Reihe Psychiatrie und Psychotherapie - Thieme Verlag, Stuttgart (Seite 293-306, 485)
  2. Ruß A (2008) - Arzneimittel pocket - Börm Bruckmeier Verlag, Grünwald (Seite 240)
  3. Kasper S, Volz HP (2003) - Psychiatrie compact - Georg Thieme Verlag, Stuttgart (Seite 185 f)
  • (2009) Klußmann R, Nickel M - Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - Springer Verlag, Wien
  • (2009) Mentzos S - Lehrbuch der Psychodynamik - Verlag Vandenhoeck & Ruprecht/BRO
  • (2009) Janssen P, Joraschky P, Tress W - Leitfaden Psychosomatische Medizin und Psychotherap - Deutscher Ärzte Verlag
  • (2008) Rentrop M, Müller R, Bäuml J - Klinikleitfaden Psychiatrie und Psychotherapie - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  • (2007) Rudolf - Psychotherapeutische Medizin und Psychosomatik - Thieme
  • (2007) Arolt V, Reimer C, Dilling H - Basiswissen Psychiatrie und Psychotherapie - Springer
  • (2006) Fritzsche K, Wirsching M - Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - Springer

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