Prämature Ovarialinsuffizienz

Synonyme: POF (premature ovarian failiure), Climacterium Praecox, Vorzeitige Menopause

Definition

Prämature Ovarialinsuffizienz

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Die prämature Ovarialinsuffizienz ist der vorzeitiger Funktionsverlust der Ovarialfunktion durch Ausschöpfung des Follikelvorrats vor dem 40. Lebensjahr


Ätiologie

Prämature Ovarialinsuffizienz

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Ursachen der prämature Ovarialinsuffizienz können sein:
  • genetische Ursachen
  • familiäre Häufung
  • nach onkologischer Therapie
  • nach chirurgischen Eingriffen im kleinen Becken
  • postinfektiös (Oophoritis)
  • idiopathisch

Epidemiologie

Prämature Ovarialinsuffizienz

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  • Inzidenz der prämature Ovarialinsuffizienz:
    0,1% bis zum Alter von 30, 1% bis zum Alter von 40

Differentialdiagnosen

Prämature Ovarialinsuffizienz

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Anamnese

Prämature Ovarialinsuffizienz

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Bei der prämaturen Ovarialinsuffizienz sind folgende Informationen von Bedeutung:
  • Zyklusanamnese?
  • Menarche?
  • Menopause?
  • Familienanamnese?
  • unerfüllter Kinderwunsch? Wie lange?

Diagnostik

Prämature Ovarialinsuffizienz

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Die Diagnostik der prämaturen Ovarialinsuffizienz umfasst:
  • Östradiol- und FSH-Bestimmung
  • bei mind. 2 Untersuchungen im Abstand von mind. 1 Monat Östradiol vermindert und FSH >40 U/l
  • ggf. Chromosomenanalyse bei Verdacht auf genetische Ursache
  • Untersuchung auf Sekundärendokrinopathien

Klinik

Prämature Ovarialinsuffizienz

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Symptome der prämaturen Ovarialinsuffizienz sind:
  • sekundäre Amenorrhö
  • Oligomenorrhö
  • klimakterische Symptome
  • unerfüllter Kinderwunsch

Therapie

Prämature Ovarialinsuffizienz

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Die Therapie der prämaturen Ovarialinsuffizienz besteht aus:
  • Symptomatisch:
  • Hormonsubstitution mit Östrogen-/Gestagenanteilen
  • orales Antikontrazeptivum (30 μg Ethinylestradiol)
  • bei Kinderwunsch:
  • spontane Ovulationen in den ersten Jahren nach Diagnose
  • Versuche der hormonellen Stimmunlation nicht erfolgsversprechend

Komplikationen

Prämature Ovarialinsuffizienz

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Komplikationen der prämaturen Ovarialinsuffizienz sind:
  • Entwicklung von Sekundärendokrinopathien, z.B. Morbus Addison, Diabetes Mellitus, Autoimmunthyreosen
  • Polyglanduläre Insuffizienz

Zusatzhinweise

Prämature Ovarialinsuffizienz

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Zur Zeit gibt es keine Zusatzhinweise zur prämaturen Ovarialinsuffizienz.


Literaturquellen

Prämature Ovarialinsuffizienz

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  1. M. Ludwig, J. Jacobeit, A. Schröer, H. M. Schulte - Prämature Ovarialinsuffizienz - Gynäkologische Endokrinologie 2004, 2:227–239
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  • (2006) Diedrich K - Gynäkologie und Geburtshilfe - Springer, Berlin
  • (2005) Kirschbaum, Münstedt - Checkliste Gynäkologie und Geburtshilfe - Thieme Verlag

Assoziierte Krankheitsbilder zu Prämature Ovarialinsuffizienz

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