Posttraumatische Belastungsstörung

Synonyme: PTSD, Posttraumatic Stress Disorder, PTBS

Definition

Posttraumatische Belastungsstörung

Bearbeitungsstatus ?
  • Die posttraumatische Belastungsstörung ist gekennzeichnet durch die Rückkehr des traumatischen Ereignisses in Form von Erinnerungen.

Ätiologie

Posttraumatische Belastungsstörung

Bearbeitungsstatus ?

Die Ursachen der posttraumatischen Belastungsstörung sind:

  • große Wahrscheinlichkeit für PTBS, wenn Trauma nicht zufällig war
  • traumatisches Ereignis wie Kriegserlebnisse, Vergewaltigung etc.
  • Vulnerabilität
  • Interaktionen
  • Persönlichkeit

Epidemiologie

Posttraumatische Belastungsstörung

Bearbeitungsstatus ?

Zur Epidemiologie der posttraumatischen Belastungsstörung liegen folgende Angaben vor:

  • Frauen > Männer
  • z.B. 50% der Vergewaltigungsopfer: PTBS
  • häufig

Differentialdiagnosen

Posttraumatische Belastungsstörung

Bearbeitungsstatus ?

Anamnese

Posttraumatische Belastungsstörung

Bearbeitungsstatus ?

Bei der posttraumatischen Belastungsstörung sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Wiederholte Erinnerungen an das traumatische Ereignis und Durchleben dieses Ereignisses?
  • Rückzug?
  • Fähigkeit, sich zu freuen erhalten?
  • Situationen gemieden, die an das belastende Erlebnis erinnern könnten?
  • Depressiv?
  • Ängstlich?
  • sehr schreckhaft?
  • Schlafstörungen?
  • Suizidgedanken? (möglich)

Diagnostik

Posttraumatische Belastungsstörung

Bearbeitungsstatus ?

Zur diagnostischen Abklärung der posttraumatischen Belastungsstörung sind relevant:

  • wichtig: Zeit zwischen belastendem Ereignis und Beginn der Störung
  • Störung: Wochen bis Monate nach dem Trauma
  • Ausschluss anderer Störung

weitere Differenzialdiagnosen:

  • Persönlichkeits- und Angststörungen

Klinik

Posttraumatische Belastungsstörung

Bearbeitungsstatus ?

Die posttraumatische Belastungsstörung kann folgende Symptome zeigen:

  • wiederholte Erinnerungen an das traumatische Ereignis und Durchleben dieses Ereignisses
  • Rückzug
  • Anhedonie
  • Situationen gemieden, die an das belastende Erlebnis erinnern könnten
  • depressiv
  • ängstlich
  • vegetativ übererregt, z.B. sehr schreckhaft
  • Schlafstörungen
  • Suizidgedanken möglich

Therapie

Posttraumatische Belastungsstörung

Bearbeitungsstatus ?

Die therapeutischen Möglichkeiten der posttraumatischen Belastungsstörung umfassen Folgendes:

  • Psychotherapie (oft über Jahre)
  • Verhaltenstherapie (Exposition, EMDR)

Pharmakotherapie:

  • SSRI, z.B. Citalopram (bei Depression): 1x20 mg oral, tägliche Maximaldosis: 60 mg [2]
  • trizyklische Antidepressiva, z.B. Imipramin (u.a. bei Angststörung, Depression): anfangs beispielsweise 2x 25 mg oral, z.B. 3x 50 mg nach 3 Tagen, tägliche Maximaldosis: 300 mg [2]
  • MAO-Hemmer, z.B. Moclobemid (bei Depression): anfangs 300 mg oral, bis zu 600 mg pro Tag als Erhaltungsdosis [2]

Komplikationen

Posttraumatische Belastungsstörung

Bearbeitungsstatus ?

Bei der posttraumatischen Belastungsstörung kommen folgende Komplikationen vor:

  • u.a. Alkoholabusus
  • psychische Störungen wie z.B. Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen

Zusatzhinweise

Posttraumatische Belastungsstörung

Bearbeitungsstatus ?

Zur posttraumatischen Belastungsstörung liegen folgende Zusatzhinweise vor:

  • Traumen oft eingeteilt in:
  • Typ-I: einmalige, kurze
  • Typ-II: mehrmalige, lange

Literaturquellen

Posttraumatische Belastungsstörung

Bearbeitungsstatus ?
  1. Möller HJ, Laux G, Deister A (2009) - Duale Reihe Psychiatrie und Psychotherapie - Thieme Verlag, Stuttgart (Seite 233-246)
  2. Ruß A (2008) - Arzneimittel pocket - Börm Bruckmeier Verlag, Grünwald (Seite 240-242)
  3. Tölle R, Windgassen K (2009) - Psychiatrie - Springer Medizin Verlag, Heidelberg (Seite 59)

Am häufigsten aufgerufene Krankheitsbilder in Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik

Die Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden. Der Inhalt von med2click kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen