Pityriasis rosea

Synonyme: Röschenflechte

Definition

Pityriasis rosea

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  • ist eine parainfektiöse Exanthem-Erkrankung

Ätiologie

Pityriasis rosea

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  • Erkrankungshäufungen in Familien und Schulen
  • infektiöse Genese somit wahrscheinlich
  • neue Untersuchungen weisen auf eine mögliche kausale Bedeutung von HHV-7 hin
  • diese Virus scheint nicht der einzige Auslöser der Pityriasis rosea zu sein
  • dürfte sich um ein einheitliches kutanes Reaktionsmuster auf unterschiedliche Erreger handeln

Epidemiologie

Pityriasis rosea

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  • Prävalenz liegt bei ca. 0,13%
  • Erkrankungsgipfel zwischen 10 und 40 Jahren
  • selten (< 5%) sind Kleinkinder und Säuglinge betroffen

Differentialdiagnosen

Pityriasis rosea

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Anamnese

Pityriasis rosea

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  • Insepktion
  • Histologie
  • Form der Hautveränderung?
  • Lokalisation?
  • Schuppungskrausen?
  • Juckreiz?
  • ist Mundschleimhaut betroffen?
  • sind Mitschüler oder Familienmitglieder betroffen?

Diagnostik

Pityriasis rosea

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  • Labor: keine spezifischen Veränderungen
  • Histologie: fokale Parakeratose, Spongiose, Erythrozytenexozytose; dermal lymphohistiozytäres Entzündungsinfiltrat

Klinik

Pityriasis rosea

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  • Erstmanifestation häufig nach Pharyngitis, Krankheitsgefühl und Lymphknotenschwellung einhergehenden Infekt
  • zunächst wird ein rundlicher, erythematöser Patch bemerkt, der eine randständige Schuppungskrause zeigt (Primärmedaillon, Mutterfleck)
  • erinnert durch seine Größenausdehnung an eine Tinea corporis
  • selten (5% der Fälle) findet sich mehr als ein Mutterfleck
  • nach mehreren Tagen schießen disseminiert multiple erythematöse, längsovale Makulopapeln auf, die sich innerhalb von ein bis drei Wochen auf Stamm, Gesicht und proximale Extremitäten ausbreiten
  • auf den Rücken verlaufen sie bevorzugt in den Hautlinien
  • diese Läsionen sind deutlich kleiner als der Tache mère; ihre Oberfläche zeigt eine randständige Schuppenkrause
  • zu Beginn leichter Juckreiz
  • die Mundschleimhaut  kann auch betroffen sein, wo sich kleine petechiale Flecken zeigen

Therapie

Pityriasis rosea

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  • meist nicht erforderlich
  • bei Juckreiz Lotio alba aquosa, eventuell intern Antihistaminika oder vorsichtige Sonnelichtexposition
  • topische Glucocorticoide (Klasse II) haben keinen Einfluss auf den Krankheitsverlauf
  • in hartnäckigen Fällen erfolgt eine interne Therapie mit Erythromycin (30-40 mg/kg KG/d für 2-3 Wochen)

Prognose:

  • meist klingen die Hautveränderungen innerhalb von 6 bis 12 Wochen spontan an
  • Isolationsmaßnahmen sind nicht erforderlich

Komplikationen

Pityriasis rosea

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Zusatzhinweise

Pityriasis rosea

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Literaturquellen

Pityriasis rosea

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  1. P.H. Höger - Kinderdermatologie - Schattauer Verlag
  2. O. Braun-Falco, G. Plewig, H.H. Wolff - Dermatologie und Venerologie - Springer Verlag

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