Pachymeningeosis haemorrhagica interna

Synonyme: Subduralhämatom

Definition

Pachymeningeosis haemorrhagica interna

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Die Pachymeningeosis haemorrhagica interna ist ein sich nach leichten Kopftraumen über Wochen bis Monate ausbildendes chronisches Subduralhämatom bei Patienten mit chronischem Alkoholabusus.

Heute wird die Pachymeningeosis haemorrhagica interna nicht mehr als eigenes Krankheitsbild angesehen, sondern fällt unter die Diagnose Subduralhämatom.


Ätiologie

Pachymeningeosis haemorrhagica interna

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Die Ursachen der Pachymeningeosis haemorrhagica interna sind:

  • alkoholbedingte Stürze und Schädelhirntraumata
  • Arteriosklerose
  • Vitamin-B-Mangel als ätiologisch bedeutsamster Faktor
  • heute nicht mehr als eigenständige Entität betrachtet → Subduralhämatom

Epidemiologie

Pachymeningeosis haemorrhagica interna

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Genaue epidemiologische Angaben zur Pachymeningeosis haemorrhagica interna liegen nicht vor.


Differentialdiagnosen

Pachymeningeosis haemorrhagica interna

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Anamnese

Pachymeningeosis haemorrhagica interna

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Bei der Pachymeningeosis haemorrhagica interna sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • bekannter Alkoholabusus?
  • Stürze?
  • Fragen nach der Suchtkarriere
  • Kopfschmerzen: Dauer? Lokalisation? Besserung durch Medikamente?
  • Neue aufgetretene epileptische Anfälle?
  • stattgehabtes Trauma?
  • Persönlichkeitsveränderungen/Antriebsmangel/emotionale Störungen?
  • Medikamentenanamnese (blutverdünnende Medikamente)?

Diagnostik

Pachymeningeosis haemorrhagica interna

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Zur diagnostischen Abklärung der Pachymeningeosis haemorrhagica interna sind relevant:

  • neurologische Untersuchung; neurologische Ausfälle, Herdsymptome, Vigilanzstatus
  • Bildgebung: cCT als Mittel der Wahl, Nachweis einer iso- bis hypodensen sichelförmigen Raumforderung mit Masseneffekt, evtl. Spiegelbildung und Blutsedimente
  • Labor: Blutbild (MCV, MCH), Blutalkoholkonzentration, evtl. CDT bei V.a. Alkoholabusus
  • psychiatrische Exploration: bei V.a. Suchtproblematik
  • evtl. EEG: fokale Suppression

Klinik

Pachymeningeosis haemorrhagica interna

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Die Pachymeningeosis haemorrhagica interna kann eine oder mehrere der folgenden Symptome zeigen, die über Wochen bis Monate entstehen können:

  • Kopfschmerzen
  • psychische Veränderungen: emotionale Verflachung, Antriebsmangel
  • progrediente Vigilanzminderung
  • fokale Ausfälle
  • Pupillenstörungen
  • evtl. epileptische Anfälle

Therapie

Pachymeningeosis haemorrhagica interna

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei der Pachymeningeosis haemorrhagica interna umfassen folgendes:

  • bei akuter Symptomatik und deutlicher Raumforderung: neurochirurgische Ausräumung
  • blander Verlauf: konservative Therapie unter cCT-Kontrolle

Komplikationen

Pachymeningeosis haemorrhagica interna

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Bei der Pachymeningeosis haemorrhagica interna kommen folgende Komplikationen vor:

  • Anstieg des intrakraniellen Drucks mit Herniation

Zusatzhinweise

Pachymeningeosis haemorrhagica interna

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Zur Pachymeningeosis haemorrhagica interna liegen derzeit keine weitere Zusatzhinweise vor.


Literaturquellen

Pachymeningeosis haemorrhagica interna

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  1. (2008) 1. Grehl H, Reinhardt F  - Checkliste Neurologie,  4. überarbeitete und aktualisierte Auflage - Georg Thieme Verlag, Stuttgart
  2. (2006) 2. Poeck K, Hacke W  – Neurologie, 12. aktualisierte und erweiterte Auflage – Springer Medizin Verlag, Heidelberg
  3. (2007) Masuhr K.F., Neumann M - Neurologie,6. Aufl. - Thieme Verlag, Duale Reihe
  4. (2007) Buchner H - Neurologische Leitsymptome und diagnostische Entscheidungen - Thieme
  5. (2006) Poeck, Hacke, - Neurologie - Springer, Berlin
  6. (2006) Mumenthaler M, Mattle H, - Kurzlehrbuch Neurologie - Thieme Verlag

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