Otosklerose

Synonyme: Otospongiose

Definition

Otosklerose

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  • Bei der Otosklerose handelt es sich um eine Erkrankung der knöchernen Labyrinthkapsel mit Knochenumbau.
  • Prädilektionsstelle der Otosklerose ist die ovale Fensterniesche- daraus folgt
  1.  Stapesfixation
  2. Schallleitungsschwerhörigkeit

Ätiologie

Otosklerose

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  • Die Ursache der Otosklerose ist unbekannt.
  • Genetische und hormonelle Einflüsse (häufiger in Schwangerschaft) werden vermutet.

Epidemiologie

Otosklerose

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  • Eine Häufung der Otosklerose findet sich zwischen 20. und 50 Lebensjahr.
  • Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Differentialdiagnosen

Otosklerose

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Anamnese

Otosklerose

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Hinweisend auf eine Otosklerose können sein:

  • ein- oder beidseitige zunehmende Schwerhörigkeit?
  • Manipulationen im Gehörgang?
  • Verletzungen im Gehörgang?
  • Ohrensausen?

Diagnostik

Otosklerose

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Diagnostische Relevanz einer Otosklerose hat:

  • Anamnese

Otoskopie: 

  • Normal
  • gelegentlich durchscheinendes Promontorium

Hörprüfung:

  • Schallleitungsschwerhörigkeit.
  • Bei Innenohrbeteiligung auch Beeinträchtigung der Knochenleitung, typischerweise zunächst im Bereich von 2 KHz (Carhart-Senke)

weitere Untersuchungen:

  • Stapediusreflex: fehlt
  • Tubendurchgängigkeit: normal
  • Bei kochleärem Befall: CT

Klinik

Otosklerose

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  • Im weiteren Verlauf der Otosklerose ist eine kochleäre Ertaubung möglich.
  • Unter Therapie (i.d.R. Stapedotomie) Besserung des Hörvermögens in 90% der Fälle.

Therapie

Otosklerose

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  • Die Eigentliche Ursache des Knochenumbaus bei der Otosklerose kann kaum beeinflusst werden.
  • Bei Befall anderer Stellen als der ovalen Fensternische (Kapselotosklerose) eventuell konservativer Therapieversuch mit Natriumfluorid über mehrere Monate.

Die Schalleitungsschwerhörigkeit der Otosklerose  wird behandelt durch

  • Hörgerät
  • Stapedektomie mit Ersatz des Stapes durch eine Drahtprotese.
  • Stapedotomie mit Durchbohrung der Stapesfußplatte und Einsatz einer Drahtprotese. Bei beidseitiger cochleärer Ertaubung Cochleaimplantat.

Bemerkungen

  • Die Stapedotomie wird am häufigsten angewendet.
  • Sowohl die Stapedotomie als auch die Stapedektomie bergen das Risiko einer Innenohrverletzung.

Komplikationen

Otosklerose

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Es liegen derzeit keine Hinweise auf mögliche Komplikationen einer Otosklerose vor.


Zusatzhinweise

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Es liegen derzeit keine weiteren INformationen zur Otosklerose vor.


Literaturquellen

Otosklerose

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Boenninghaus/Lenarz: HNO. 13. Auflage. Springer Medizin Verlag, Heidelberg

Probst/Grevers/Iro: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. 3. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart

  • (2008) Zener H - Praktische Therapie von HNO Krankheiten, Operationsprinzipien, konservative Therapie, Chemo- und Radiochemotherapie, Arzneimittel- und physikalische Therapie,Rehabilitation - Schattauer Verlag
  • (2007) Boenninghaus H, Lenarz T - Hals-Nasen-Ohren Heilkinde - Springer Verlag
  • (2003) Werner, Lippert - HNO-Heilkunde, Farbatlas zur Befunderhebung, Differenzialdiagnostik und Therapie - Schattauer
  • (2001) Westhofen M - Hals-Nasen-Ohrenheilkunde systematisch - UNI-MED Verlag AG
  • (1990) Ganz Herausgegeben - Lehrbuch Hals-Nasen-Ohren Heilkunde - Walter De Gruyter

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