Osteomyelitis und Spondylodiszitis

Synonyme: Osteitis

Definition

Osteomyelitis und Spondylodiszitis

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  • Entzündung des Knochens

Ätiologie

Osteomyelitis und Spondylodiszitis

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Alle Altersstufen

Staphylococcus aureus (75-80%) Streptokokken der Gruppe A, Pneumokokken
Septische Arthritis S. aureus, Streptokokken A, Kingella kingae
Frühgeborene Gramnegative Stäbchen, Candida albicans
Neugeborene Streptokokken der Gruppe B, E. coli
Säuglinge und Kleinkinder H. influenzae, (Bacille Calmette-Guérin)
Arabische und türkische Kinder Brucellen
Neutropenie, Leukämie, penetrierende Fußverletzungen Pseudomonas aeruginosa
Osteomyelitis der Wirbelkörper oder des Beckens Gramnegative Erreger, M. tuberculosis, Brucellen bei Diszitis, S. aureus
Osteomyelitis im Gesichtsbereich, bei Zahninfektionen, im Beckenbereich oder nach Bissverletzungen Anaerobier, Mischinfektionen, P. multocida
Sichelzellenanämie In ca. 33% Salmonellen

[1], S. 385]

  • Entzündung des Knochen
  • betroffen: lange Röhrenknochen und Wirbelkörper (Spondylitis)
  • selten multifokal
  • hämatogen
  • iatrogen
  • < 2. Lebensjahr:zwischen Meta- und Epiphyse gibt es Gefäßverbindungen
  • Infektion von Metaphyse -> Epiphyse -> Gelenk

Epidemiologie

Osteomyelitis und Spondylodiszitis

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  • ca. 1:1000 Kindern

Differentialdiagnosen

Osteomyelitis und Spondylodiszitis

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Anamnese

Osteomyelitis und Spondylodiszitis

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Bei älteren Kindern:

  • hohes Fieber?
  • Schmerzen?
  • Rötungen?
  • Überwärmung?
  • Schwellung?
  • Funktionseinschränkung?

 
bei jüngeren Kindern:

  • Pseudoparalyse?

 
Bei Entzündung der Zwischenwirbelscheiben:

  • Rückenschmerzen?
  • Bauchschmerzen?
  • Verweigern des Laufens?

Diagnostik

Osteomyelitis und Spondylodiszitis

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  • Klinische Diagnostik
  • Entzündungswerte im Blut
  • Bildgebung:
  • Sonographie
  • MRT
  • Röntgen: zeigt Veränderungen erst nach 5 - 10 Tagen , gut für Verlaufsbeurteilung und Differenzialdiagnostik
  • Skelettszintigraphie
  • Keimnachweis
  • CRP erhöht
  • Leukozytenzahl erhöht
  • BSG erhöht

Klinik

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  • Ältere Kinder: hohes Fieber
  • typischen Entzündungszeichen:
  • Schmerz (Dolor)
  • Rötung (Rubor)
  • Überwärmung (Calor)
  • Schwellung (Tumor)
  • Funktionseinschränkung (Functio laesa)
  • jüngere Kinder: oft unspezifische Symptomatik
  • Pseudoparalyse
  • Entzündung der Zwischenwirbelscheiben = Spondylodiszitis
  • Rückenschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Verweigern des Laufens

Therapie

Osteomyelitis und Spondylodiszitis

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  • Behandlung nach Antibiogramm 21 Tage 
  • Ruhigstellung des Patienten: Gefar eines Deckplatteneinbruchs

Cephalosporin der zweiten Generation

z.B.: Cefuroxim:

  • 1. M. - 12 J.: 75 - 150 mg/k/d in 2- 3 Einzeldosen;
  • >2 J.: 1,5 - 2,25 g/d; scher: 3-4 g/d i.v. in 2- 3 Einzeldosen, max 6 g/d [2]

oder mit einem penicillinasefesten Penicillin

z.B. Flucloxacillin:

  • 3 -12 M.: 40 - 100mg/kg/d i.v. in 3 Einzeldosen
  • 1 -12 J.: 3 x 1- 3 g/d [2]

Komplikationen

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Zusatzhinweise

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Literaturquellen

Osteomyelitis und Spondylodiszitis

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  1. Mayatepek E. (2007) - Pädiatrie - Elsevier, Urban & Fischer Verlag
  2. Fuchs, Rothe, Wintergerst, Kieslich, Ruß (2007) - Arneimittel Pädiatrie pocket - Börm Bruckmeier Verlag
  3. Friedrich Carl Sitzmann (2006) - Duale Reihe - Pädiatrie - Taschenbuch-Georg Thieme Verlag
  4. Kiess, Merkenschlager, Pfäffle, Siekmeyer (2008) -Therapie in der Kinder und Jugendmedizin- Elsevier, Urban & Fischer Verlag

Assoziierte Krankheitsbilder zu Osteomyelitis und Spondylodiszitis

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