Osteom der Haut

Synonyme: Osteoma cutis

Definition

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Bei den Osteomen der Haut handelt es sich um seltene, benigne, angeborene oder später erworbene, oft auch multipel auftretende, durch dermale Ossifikation verursachte Hauttumoren.


Ätiologie

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  • Die Ätiologie des Osteoms der Haut gilt bis heute als nicht eindeutig geklärt.
  • Die Osteome der Haut werden durch Ossifikation der Hautherde verursacht.
  • Man unterscheidet folgende zwei Formen: primäre Osteome (neoplastischer Genese) und sekundäre Osteome (metaplastisch; bei langer Bestand von Tumoren oder Traumen; bei Vorliegen einer Dermatomyositis, eines Teutschländer-Syndroms).

Epidemiologie

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  • Die Osteome der Haut stellen ein relativ selten vorkommendes Krankheitsbild dar.

Differentialdiagnosen

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Anamnese

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Bei den Osteomen sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Wann ist die Hauterkrankung erschienen? 
  • Beschwerden: Schmerzhaftigkeit? Brennen? Schwellung? 
  • Befall? Lokalisation? Verlauf? 
  • Frühere Hauterkrankungen? abgelaufene virale Infekte? andere Infektionen?
  • Bekannte Grunderkrankungen?
  • Gehäuftes Auftreten bei Angehörigen?
  • andere bekannte Grunderkrankungen in der Familie?
  • Allergien? Unverträglichkeiten?
  • Medikamenteneinnahme? 
  • Bisherige therapeutische Maßnahmen? Mit welchem Erfolg?

Diagnostik

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Zur diagnostischen Abklärung des Osteoms der Haut sind relevant:

  • Anamnese

Klinisches Bild

Labor (unspezifisch) Histologie: unregelmäßig geformte Knochenbälckchen im Korium, Osteoblasten (im Randbereich) > Osteoklasten, ggf. Knochenmark; bei den sekundären Osteomen: Histologie der Grunderkrankung und Nachweis von Kalzifizierung. Röntgen-Aufnahme: glatte, knochendichte Verschattungen in der Haut.


Klinik

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Das Osteom der Haut wird durch folgende klinische Merkmale gekennzeichnet:

  • Hauteffloreszenzen: derbe, erbsgroße, intrakutane Knötchen und/oder umfangreiche harte, höckrige Infiltrate.
  • Lokalisation der primären Osteome: Brustbereich, Oberschenkel, Finger.
  • Lokalisation der sekundären Osteome der Haut: Kapillitium, Gesicht.
  • Die Osteome der Haut manifestieren sich im Kindesalter als Begleitsymptom des Martin-Albright-Syndroms (Pseudohypoparathyreoidismus). Das Mertin-Albright-Syndrom stellt eine autosomal-dominant vererbbare Erkrankung dar, die durch einen Gendefekt auf Chromosom 20q13 (GNAS1) gekennzeichnet ist. Weitere Symptome: Minderwuchs, verkürzte Extremitäten, Neigung zu parathormonresistenter Tetanie, Hypokalzämie, Hyperphosphatämie.
  • Multiple Osteome der Haut können auch postpubertär als Folge einer Acne vulgaris auftreten.

Therapie

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei Osteomen der Haut umfassen folgendes:

  • Suche nach der Grunderkrankung.
  • bei funktionell oder kosmetisch störenden Tumoren: Exzision. 

Komplikationen

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Zu den Komplikationen des Osteoms der Haut sind derzeit keine Daten verfügbar.


Zusatzhinweise

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Zum Osteom der Haut liegen derzeit keine weiteren Zusatzhinweise vor.


Literaturquellen

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  1. (2005) Braun-Falco O, Plewig G, Wolff HH, Burgdorf WHC, Landthaler M - Dermatologie und Venerologie - Springer, Heidelberg, 5. Auflage
  2. (2002) Constantin E. Orfanos, Claus Garbe - Therapie der Hautkrankheiten - Springer Verlag, 2. Auflage
  3. (2009) Peter Fritsch - Dermatologie und Venerologie für das Studium - Springer Verlag
  4. (2002) Peter Altmeyer, Martina Bacharach-Buhles -  Springer Enzyklopädie Dermatologie, Allergologie, Umweltmedizin - Springer Verlag
  5. (2007) Petres, Rompel - Operative Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Springer Verlag
  6. (2010) Rote Liste
  7. (2006) Axel Trautmann - Allergiediagnose, Allergietherapie - Georg Thieme Verlag
  8. (2009) Rassner G - Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  9. (2009) Fritsch P - Dermatologie und Venerologie für das Studium - Springer Verlag
  10. (2007) Altmeyer P - Dermatologische Differenzialdiagnose, Der Weg zur klinischen Diagnose - Springer Verlag
  11. (2003) Jung E, Moll I - Dermatologie - Thieme, Duale Reihe

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