Orthostatische Hypotonie

Synonyme: Orthostase Syndrom, orthostatische Dysregulation

Definition

Orthostatische Hypotonie

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  • Die orthostatische Hypotonie ist eine Regulationsstörung des Blutdrucks
  • Tritt beim Wechsel in die aufrechte Körperlage vom Sitzen oder Liegen ein

Ätiologie

Orthostatische Hypotonie

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Die Ursachen der orthostatischen Hypotonie sind:

  1. idiopatisch
  2. sekundär
  • varikosis und postthrombotisches Syndrom
  • Hypovolämie, Blutverlust
  • Medikamenteneinnahme: Antihypertensiva, Antiarrhytmika, Sedativa
  • Infektionserkrankungen
  • Diabetische autonome Neuropathie
  • Polineuropathiene verschiedener Genese
  • Bradburry-Egglestones Syndrom
  • Multisystematrophie (Shy-Drager Syndrom)
  • Baroreflexversagen
  • Dopamin-β-Hydroxilase-Mangel

Epidemiologie

Orthostatische Hypotonie

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  • 25% aller älteren Menschen (›65 Jahre)leiden an orthostatischer Hypotonie

Differentialdiagnosen

Orthostatische Hypotonie

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Keine Differentialdiagnosen bekannt


Anamnese

Orthostatische Hypotonie

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Bei der orthostatischen Hypotonie sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Schwindelgefühl?
  • Schwarz vor den Augen beim Aufstehen geworden?
  • plötzlich heruntergefallen?
  • Kopfschmerzen?
  • Ohrensausen?
  • Herzklopfen?

Diagnostik

Orthostatische Hypotonie

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Zur diagnostischen Abklärung der orthostatischen Hypotonie sind relevant:

  • Anamnese
  • Klinik
  • Schellong-Test (Blutdruck und Puls im Liegen und Stehen messen)

Klinik

Orthostatische Hypotonie

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Die orthostatische Hypotonie kann ein oder mehrere der folgenden Symptome zeigen:

  • Blutdruckabfall
  • Tachykardie
  • Schwindel
  • Benommenheit
  • Kopfschmerzen
  • Sehstörungen
  • Ohrensausen
  • Schwitzen
  • blässe und kalte Extremitäten
  • Konzentrationsstörungen
  • Leistungsminderung
  • Müdigkeit
  • Schlafstörungen

Therapie

Orthostatische Hypotonie

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei orthostatischer Hypotonie umfassen:

  • ausreichend trinken um Hypovolämie zu vermeiden
  • langsam hochkommen aus dem Sitzen oder Liegen 
  • Kompressionstrumpfhosen tragen 
  • bei orthostatischem Kollaps Beine hochlagern, ggf. Volumensubstitution i.v. und evtl.Gabe des Sympathomimetikum Etilefrin 
  • Medikamentöse Therapie
  1. Dihydroergotamin- vasokonstriktorische Wirkung
  2. Sympathomimetika
  3. Mineralokortikoide
  4. α-Rezeptor-Agonist Midodrin 

Komplikationen

Orthostatische Hypotonie

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  • Bei orthostatischer Hypotonie kann es nach einer Synkope eventuell zu Frakturen kommen

Zusatzhinweise

Orthostatische Hypotonie

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Zur orthostatischen Hypotonie liegen derzeit keine weiteren Zusatzhinweise vor.


Literaturquellen

Orthostatische Hypotonie

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  • Herold G. (2008)- Innere Medizin- Herold
  • Renz-Polster H., Krautzig S., (2008)- Basislernbuch Innere Medizin- Urban & Fischer, München
  • von Scheidt W.,(2009)- Klinische Kardiologie- Springer, Berlin
  • (2006) Weylandt K, Klinggräff P - DD Innere Kurzlehrbuch der Inneren Medizin und differentialdiagnostisches Kompendium - Lehmanns Media
  • (2009) Thieme Verlag - Innere Medizin - Duale Reihe - Thieme
  • (2009) Herold G - Innere Medizin 2010 - Herold, Köln
  • (2008) Renz-Polster H, Krautzig S - Basislehrbuch Innere Medizin - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  • (2007) Piper W - Innere Medizin - Springer

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