Untergeordnete Krankheitsbilder

 

Die neuesten Aktualisierungen des med2click-Wissens (Neurogene Erkrankungen mit Auswirkungen auf die Bewegungsorgane)

Spina bifida

Spina bifida occulta Wirbelbogenspaltbildung ohne Beteiligung nervaler Strukturen meist am lumbo-sakralen Übergang L5/S1, oft hier abnorme Behaarung, Pigmentierung, Einziehung der Haut, I.d.R. asymptomatisch Spina bifida cystica Hemmungsfehlbildung von Wirbelsäule und Rückenmark mit dorsalem Wirbeldefekt und Ausstülpung der Meningen und/oder des Myelons Myelozele (Spina bifida cystica aperta): Spaltung von Haut, Wirbelbogen, Dura, plattenförmige Vorwölbung des Myelons oder der kaudalen Nervenwurzel Meningomyelozele (MMC): Haut, Wirbelbogen und Dura gespalten, Nervenwurzeln oder Myelon in die Zele hernienartig vorgewölbt, Rückenmark immer mit verändert Meningozele: Wirbelbogen und Dura gespalten, keine Ausstülpung des Myelons oder kaudalen Nervenwurzeln → Zum Krankheitsbild Spina bifida

Poliomyelitis

Als Poliomyelitis bezeichnet man eine Infektionskrankheit durch Poliovirus (Typ 1-3) hervorgerufen. Diese Erkrankung ist heute in den Industrienationen selten (oralen Lenenvakzine-Schutzimpfung). Übertragung durch Schmutz-Schmier-Infektionen neurotropes Virus, das sich hämatogen ausbreitet, Inkubationszeit 1-3 Wochen Befall der motorischen Vorderhornzellen des Rückenmarks sowie motorischer Hirnstammkerne → Zum Krankheitsbild Poliomyelitis

Infantile Zerebralparese

Die Infantile Zerebralparese ist eine bleibende sensomotorische Störung aufgrund einer während der prä-, peri- oder postnatalen kindlichen Hirnentwicklung erlittenen funktionellen Hirnschädigung. Einteilung nach Hagberg anhand des jeweils vorherrschenden Symptome. → Zum Krankheitsbild Infantile Zerebralparese

Querschnittslähmungen

Als Querschnittslähmungen bezeichnet man eine Komplette oder inkomplette Schädigung des Rückenmarks-Querschnitts mit spastischer bzw. primär schlaffer motorischer Lähmung. → Zum Krankheitsbild Querschnittslähmungen