Ösophagitis

Synonyme: Speiseröhrenentzündung, Refluxösophagitis

Definition

Ösophagitis

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Bei der Ösophagitis handelt es sich um eine akute oder chronische Entzündung der Ösophagusschleimhaut.


Ätiologie

Ösophagitis

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Die Ursachen der Ösophagitis sind:

  • Infektionen (bei immunsupprimierten Patienten, meist Candida albicans); prädisponierend: Resistenzminderung durch Malignome, konsumierende Erkrankungen, AIDS, Zytostatikatherapie, Kortikosteroidtherapie, Reaktivierung von Herpesinfektionen)
  • Chemische Ursachen: Verätzungen, Reflux, Alkoholismus
  • Medikamente; Tetrazyklin, Bisphosphonat-Tabletten
  • Physikalische Ursachen: Bestrahlungsfolgen, Magensonden
  • Stenosen (z.B. Ösophaguskarzinom)
  • Eosinophile Ösophagitis (allergische Genese?)

Epidemiologie

Ösophagitis

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Circa 10% der Einwohner leiden im Laufe ihres Lebens an einer Ösophagitis, wobei die Refluxösophagitis den weitaus größten Teil der Erkrankungen ausmacht.


Differentialdiagnosen

Ösophagitis

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Anamnese

Ösophagitis

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Bei der Ösophagitis sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Schmerzen beim Schlucken?
  • retrosternales Brennen?
  • Alkoholabusus?
  • Medikamenteneinnahme?
  • Immunsuppresion?
  • HIV-Infektion?
  • Reflux-Krankheit?

Diagnostik

Ösophagitis

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Zur diagnostischen Abklärung der Ösophagitis sind relevant:

  • Anamnese
  • körperliche Untersuchung
  • Endoskopie
  • Biopsie/ Histologie/zytologischer Nachweis/Pilzkultur bei Verdacht auf Candida-Infektion

Klinik

Ösophagitis

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Eine Ösophagitis äußert sich durch eins oder mehrere von folgenden Symptomen:

  • Dysphagie
  • Odynophagie
  • Retrosternales Brennen
  • bei Candida: weiße Beläge im Oropharynx
  • bei HIV, CMV, HSV: Aphten und Ulzera

Therapie

Ösophagitis

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei Ösophagitis umfassen:

  • Therapie der Grunderkrankung
  • Beseitigung auslösender Faktoren (z.B. Alkohol, Medikamente)
  • symptomatisch:
    • Protonenpumpenhemmer (z.B. Omeprazol, Pantoprazol) 1x 20-40 mg/d bei Refluxösophagitis
    • Antimykotika bei Candidainfektionen: Amphotericin (lokal) oder Fluconazol (systemisch) 100-200 mg/d oral 

Komplikationen

Ösophagitis

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Mögliche Komplikationen einer Ösophagitis sind:

  • Barrett-Ösophagus
  • Ösophaguskarzinom
  • Blutung
  • Striktur
  • Mediastinitis

Zusatzhinweise

Ösophagitis

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Zur Ösophagitis liegen derzeit keine weiteren Zusatzhinweise vor.


Literaturquellen

Ösophagitis

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  1. (2009) Herold G - Innere Medizin 2010 - Herold, Köln
  2. (2009) Thieme Verlag - Innere Medizin - Duale Reihe - Thieme
  3. (2006) Buchta M, Höper DW, Sönnichsen A - Das Hammerexamen - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  4. (2006) Weylandt K, Klinggräff P - DD Innere Kurzlehrbuch der Inneren Medizin und differentialdiagnostisches Kompendium - Lehmanns Media
  5. (2008) Renz-Polster H, Krautzig S - Basislehrbuch Innere Medizin - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  6. (2007) Piper W - Innere Medizin - Springer

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