Nierenverletzungen

Definition

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Die Verletzungen des Urogenitaltraktes (inkl. Nierenverletzungen) treten oft im Rahmen eines Polytraumes auf. Die häufigsten Ursachen sind Verkehrs-, Sport-, und Arbeitsunfälle.


Ätiologie

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Die Nierenverletzungen entstehen in über  80% der Fälle durch:

  • stumpfe Thorax, Flanken, oder Abdominaltraumen.
  • Gleichzeitig Frakturen von Rippen oder Wirbelsäule.
  • Der 12 Rippe kann ohne Frakturen zur Verletzung der Niere führen (Peitschenschlagphänomen).
  • selten stich verletzungen oder Schusswunden. 

Epidemiologie

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Zur Epidemiologie der Nierenverletzungen liegen derzeit keine Daten vor


Differentialdiagnosen

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Anamnese

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Folgende Informationen sind zur Befunderhebung der Nierenverletzungen von Bedeutung :

  • Unfallhergang? ggf. Fremdanamnese?
  • klopfschmerzhaftes Nierenlager.?
  • Hämaturie, Rote Urin?
  • Anurie, Kein Urin abgabe?
  • Prellmarke in der Flanke?

Diagnostik

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Zur diagnostischen Abklärung der Nierenverletzungen sind relevant :

  • Anamnese(Unfallhergang? ggf Fremdanamnese).
  • Urin Farbe beobachten.
  • Körperliche Untersuchung(rektal).
  • Labor (Hb, Kreatinin, Harnstoff, Elyktrolyten.
  • Urinsediment, Erythrozyten nachweiss.
  • Sonographie ist sehr wichtig orientierende untersuchungn bei jedem Unfallverletzung.
  • CT um die genauer ausmaß der Verletzung (z.b Nirenkontusion).
  • i.v Urogramm bei verdacht auf Urogenitaltrakt beteiligung.
  • Bei kreislaufinsuffizienz muss Notfallmaßig die Nierenfreilegung erfolgen, um den befund zu klären und gleichzeitig therapieren können 

Klinik

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Leitsymptome der Nierenverletzungen sind :

  • Schmerz.
  • Hämaturie, aber die liefert keinen Hinweis auf die schwere die Nierenverletzung und fehlt beim Nierenstielabriss.
  • Anurie.
  • Prellmarken in der Flanke.
  • Schock bei ausgedehnten Blutungen.

Einteilung der stumpfen Nierenverletzungen:

  • Stadium I: Kontusion der Niere, oberflächliche Verletzung des Pranchyms, subkapsulares oder intraparanchymatöses Hämatom. 
  • Stadium II: Ruptur von Kapsel und Paranchym mit oder ohne beteiligung des Holsystem, perirenales Hämatom. 
  • Stadium III: Nierenzertrümmerung, Nierenbeckenruptur, Abriss des Gefäßstiels.

Therapie

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Die Therapie ist vom Ausmaß der Nierenverletzung abhängig. Ziel ist der Erhalt des Organs und die Nierenfunktion:

Konservative Therapie:

  • bei Nierenkontusion, oberflächlichen Verletzungen→Bettruhe, Volumensubstitution, Antibiotikaprophylaxe, engmaschige Verlaufskontrolle ( Sonographie, i.v Urogramm).

 Operative Therapie:

  • Bei Ausgedehnte Zertrümmereungen, Nierenstielabriss, Harnleiterabriss, Offene Nierenverletzungen, Größzunahme eines perirenal Hämatom:

                   1. Organhaltend: Resektion zerstörter Parynchmanteile, kapselnaht, deckung von Defekten mit Fettkapsel, oder perirenallappen, Naht des Nierenbeckens, Naht von Gefäßeinrissen, bei Nierenstielabriss ggf. Autotransplantation in das kleine becken.

                   2. Organresektion: bei ausgedehnter Zertrümmerung, unstillbaren Blutungen.


Komplikationen

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Bei den Nierenverletzungen kommen folgende Komplikationen vor :

  • Urinfistel. 
  • Hydronephrose. 
  • Abszess. 
  • Nephrolithiasis. 
  • Renal Hypertonie.
  • Nierenarterienaneurysma.

Zusatzhinweise

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Es liegen derzeit keine weitere Zusatzhinweise zu den Nierenverletzungen vor.


Literaturquellen

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  • (2009) Gasser T - Basiswissen Urologie - Springer
  • (2009) Thüroff J - Urologische Differenzialdiagnose - Thieme
  • (2007) Jocham D, Miller K - Praxis der Urologie - Thieme
  • (2006) Schmelz HU, Sparwasser C, Weidner W - Facharztwissen Urologie - Springer
  • (2006) Buchta M, Höper DW, Sönnischsen A - Das Hammerexamen, Repetitorium für den 2. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung 1. Auflage - Elsevier, Urban & Fischer
  • (2004) Buchta M, Höper DW, Sönnischsen A (Hrsg) - Das Zweite StEx, Basiswissen Klinische Medizin für Examen und Praxis, 2., Korr. und ergänzte Auflage -Springer Verlag, Berlin Heidelberg.

Am häufigsten aufgerufene Krankheitsbilder in Urologie

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