Untergeordnete Krankheitsbilder

 

Die neuesten Aktualisierungen des med2click-Wissens (Seltene vaskuläre Krankheiten des ZNS anderer Ätiologie)

Hypertensive Krise und Hypertensiver Notfall

Eine Hypertensive Krise bzw. ein hypertensiver Notfall bezeichnet einen kritischen Blutdruckanstieg mit hohen Blutdruckwerten, die nicht eindeutig definiert sind, aber je nach Literatur bei 210-230 mmHg systolisch und 110-130 mmHg diastolisch liegen. Grundsätzlich wird unterschieden in Hypertensive Krise und Hypertensiven Notfall: Hypertensive Krise ("hypertensive urgency"): starker RR-Anstieg >210-230/110-130 mmHg OHNE Symptome eines akuten Organschadens oder hochgradige akut gefährliche Funktionseinschränkungen Hypertensiver Notfall ("hypertensive emergency"): Starker RR-Anstieg >210-230/110-130 mmHg MIT lebensbedrohlichen Komplikationen durch progrediente Organschäden Die wichtigsten Hypertensiven Notfälle umfassen: [1] Hypertensive Enzephalopathie Hypertoniebedingtes Linksherzversagen Hypertonie beim akuten Herzinfarkt Hypertonie mit instabiler Angina pectoris Hypertonie mit akuter Niereninsuffizienz Hypertonie und Aortendissektion Schwere Hypertonie verbunden mit subarachnoidaler Blutung oder zerebrovaskulärem Ereignis Hypertensive Krise bei Phäochromozytom Hypertonie bei Drogenabusus (Amphetamin, LSD, Kokain oder Ecstasy) Schwere Präeklampsie oder Eklampsie → Zum Krankheitsbild Hypertensive Krise und Hypertensiver Notfall

Fettembolie des ZNS

Die Fettembolie ist ein partieller oder vollständiger Verschluß eines oder mehrerer Gefäße durch Fette in der Blutbahn. → Zum Krankheitsbild Fettembolie des ZNS

Moya-Moya-Syndrom

Das Moya-Moya-Syndrom (abgeleitet aus dem jap.: "nebelartige Rauchwolken eines Vulkans") ist eine Krankheit der Hirngefäße bei der es zu einer Verengung bzw. einem Verschluß von Hirn-Arterien kommt. In der Regel sind die A. carotis interna und die A. cerebri media betroffen. In der Folge kommt es zur Ausbildung von Umgehungskreisläufen, die zu Blutungen neigen und der Krankheit durch ihr nebelartiges Aussehen bei bildgebenden Verfahren ihren Namen verliehen. Die Erkrankung führt zu einem gehäuften Auftreten von Ischämien bzw. Schlaganfällen. → Zum Krankheitsbild Moya-Moya-Syndrom

Migräne-assoziierter Schlaganfall

Ein Migräne-assoziierter Schlaganfall ist ein ischämischer Infarkt, der im Rahmen einer Migräne-Attacke auftritt. Er stellt in der Regel eine reine Ausschlußdiagnose dar und tritt sehr selten auf. Im Gegensatz zum klassischen Schlaganfall sind überwiegend junge Erwachsene betroffen. → Zum Krankheitsbild Migräne-assoziierter Schlaganfall

CADASIL (Cerebrale autosomal dominante Arteriopathie mit subkortikalen Infarkten und Leukoenzephalopathie)

CADASIL (cerebral autosomal dominant arteriopathy with subcortical infarcts and leuoencephalopathy) ist eine äußerst seltene, genetisch bedingte Gefäßerkrankung. Es kommt zu Mikroangiopathien überwiegend im Bereich der cerebralen Gefäße und infolgedessen bereits im mittleren Lebensalter zu gehäuften Schlaganfällen. → Zum Krankheitsbild CADASIL (Cerebrale autosomal dominante Arteriopathie mit subkortikalen Infarkten und Leukoenzephalopathie)