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Alkoholembryopathie

Die Alkoholembryopathie beschreibt eine Schädigung des Kindes bei chronischem und exzessivem Alkoholabusus der Mutter in der Schwangerschaft, besonders im ersten Trimenon, aber auch später [5]. Wird ein Embryo (bis zur 9. Schwangerschaftswoche) oder Fetus (ab der 9. Schwangerschaftswoche) während seiner Entwicklung Alkohol und Alkoholabbauprodukten ausgesetzt, so wird er nicht nur in seiner Entwicklung gehemmt, sondern erfährt in Abhängigkeit von Reifestadium, Alkoholmenge und individueller Disposition weitere körperliche und kognitive Entwicklungsschädigungen diese nachgeburtlich diagnostizierbaren Schäden fasst man unter den Begriffen fetales Alkoholsyndrom (FAS, beim Vollbild) bzw. unter fetale Alkoholeffekte (FAE, bei symptomatisch minderschwerer Ausprägung) zusammen → Zum Krankheitsbild Alkoholembryopathie

Lokalisierte, sporadische Spätatrophie der Kleinhirnrinde

Die lokalisierte, sporadische Spätatrophie der Kleinhirnrinde ist eine durch Alkohol und die damit verbundene Mangelernährung bedingte Abnahme des Hirnvolumens, insbesondere im Kleinhirnbereich (Purkinje-Zellen), mit konsekutiver Demenz. Im Kleinhirn sind vor allem die Mittellinienstrukturen  (anteriorer und superiorer Vermis) betroffen. Meist tritt die alkoholbedingte Hirnrindenatrophie nach >10 Jahren exzessiven Alkoholkonsums (>140g/d) auf. meist Entwicklung über Wochen bis Monate, aber auch ein plötzlicher Beginn oder eine protrahierte Entwicklung über Jahre sind möglich → Zum Krankheitsbild Lokalisierte, sporadische Spätatrophie der Kleinhirnrinde

Intoxikationspsychose

Die Intoxikationspsychose ist eine Wahrnehmungsstörung, die meist im Rahmen eines Alkoholentzugs nach 12-24 Stunden auftritt [2] und sich innerhalb von 24-48 Stunden zurückbildet. Sie kann jedoch auch im Rahmen von Medikamentenintoxikationen oder Drogenabusus und -entzug vorkommen. → Zum Krankheitsbild Intoxikationspsychose

Pathologischer Rausch

Der pathologische Rausch ist eine akute alkoholbedingte, exogene Psychose von kurzer Dauer durch verminderte Alkoholtoleranz. → Zum Krankheitsbild Pathologischer Rausch

Alkoholbedingte Korsakow-Psychose

Die alkoholbedingte Korsakow- Psychose ist eine mit dem Alkoholismus assoziierte Korsakow Syndrom und wird als die chronische Phase des Thiaminmangels aufgefasst, wobei allerdings neben dem Mangel an Vitamin B1 zusätzlich ein genetischer Faktor gefordert wird. → Zum Krankheitsbild Alkoholbedingte Korsakow-Psychose