Nephrogene Form des Diabetes insipidus

Synonyme: nephrogener Diabetes insipidus

Definition

Nephrogene Form des Diabetes insipidus

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Der nephrogene Diabetes Insipidus ist eine Krankheit, bei der es den Nieren aufgrund eines nicht Ansprechens auf ADH unmöglich ist, bei Wasserentzug eine Konzentration des Harns zu erreichen. Daraus resultiert ein Wasserverlust von teils mehr als 20l/Tag niedriger Konzentration.


Ätiologie

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allen Ursachen des nephrogene Diabetes Insipidus gemeinsam ist die Endstrecke; ein Nicht-Ansprechen der Nieren auf ADH

  • chronische Nierenerkrankungen bei denen die Sammelrohre geschädigt sind: Pyelonephritis, polyzystische Nieren
  • medikamentöse Nierenschäden
  • genetische Formen (selten)
  • schwere Hyperkalzämie oder Hypokaliämie

Epidemiologie

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Der nephrogene Diabetes Insipidus ist seltener als die zentrale Form.


Differentialdiagnosen

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Anamnese

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Beim nephrogenen Diabetes Insipidus sind folgende Informationen von Bedeutung:
 

  • gesteigerter Durst?
  • häufiges und vermehrtes Wasserlassen?
  • seit wann? wieviel? auch nachts?
  • Nierenerkrankungen?
  • Hirnerschütterung/Schädel-Hirn-Trauma bekannt?
  • Tumoren?
  • etwas ähnliches in der Familie bekannt?
  • Erkrankungen?
  • Medikamenteneinnahme?

Diagnostik

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Zur diagnostischen Abklärung des nephrogenen Diabetes Insipidus sind relevant:

  • Anamnese
  • Labor: Messung der Osmolarität in Blut und Urin (im Urin erniedrigt - im Blut erhöht) + Bestimmung von Glukose und Calcium im Serum zum Ausschluss anderer Ursachen)
  • Durstversuch mit der Fragesstellung: steigt die Urinosmolarität bei ausbleibender Flüssigkeitsaufnahme (beim an Diabetes insipidus Erkrankten kein Anstieg)
  • Vasopressin-Test: Gabe von ADH führt physiologischerweise zur Harnkonzentrierung - bleibt beim nephrogenen Diabetes insipidus aus
  • cCT oder cMRT zum Ausschluß Hirntumor

Klinik

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Der nephrogene Diabetes Insipidus kann ein oder mehrere der folgenden Symptome zeigen:

  • massive Polyurie (bis zu 25 Liter pro Tag)
  • Polydipsie
  • Asthenurie (Konzentrierung der Urins unmöglich)
  • Störung der Osmolarität im Blut (erhöht)

Therapie

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei nephrogenem Diabetes Insipidus umfassen:

  • kausale Therapie des auslösenden Grundleidens
  • symptomatische Therapie schwierig:  

- Thiaziddiuretika um Flüssigkeitsmenge in den Sammelrohren zu veringern => Senkung der Urinmenge um 50%  (z.B.  Hydrochlorothiazid 25-100 mg/Tag; Chlortalidon 200-400 mg/Tag)

- gegebenen Falls Kaliumsubstitution (z.B. 3g Kalium/Tag)


Komplikationen

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Zu den Komplikationen des nephrogenen Diabetes Insipidus liegen momentan keine Daten vor.


Zusatzhinweise

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Zum nephrogenen Diabetes Insipidus liegen derzeit keine weiteren Zusatzhinweise vor.


Literaturquellen

Nephrogene Form des Diabetes insipidus

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[1]     Renz-Polster H, Krautzig S, (2008) - Basislehrbuch Innere Medizin - München, 4. Auflage

[2]     Herold, Gerd (2008) - Innere Medizin - Köln

[3]     Wolf H P, Weihrauch T R (2006)  - Internistische Therapie - München, 16. Auflage


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