Nabelschnurknoten

Definition

Nabelschnurknoten

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Nabelschnurknoten [14;15]

Wahrer Nabelschnurknoten:

  • Echter Knoten durch Schlingenbildung
  • meist nicht sehr fest sitzend

Falscher Nabelschnurknoten:

  • knäuelförmige Schlingenbildung der Gefäße oder
  • umschriebene Verdickung der Wharton-Sulze (selten)

Ätiologie

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Mögliche Ursachen eines Nabelschnurknotens [14]

  • Kindsbewegungen in der Frühschwangerschaft

Epidemiologie

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Vorkommen des Nabelschnurknotens [14]

  • in ca. 1% aller Geburten
  • ca. 5% der perinatalen kindlichen Todesfälle

Differentialdiagnosen

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Anamnese

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Evtl. Informationen für Risikofaktoren eines Nabelschnurknotens können folgende Fragen geben

  • Wurden während der Schwangerschaft regelmäßige Ultraschallkontrollen durchgeführt?
  • Wurden bei diesen Kontrollen irgendwelche Auffälligkeiten bzgl. der Versorgung des Kindes festgestellt (evtl. auffällige Doppleruntersuchung [16] der Umbilikalgefäße?)? → Mutterpass!
  • Wurde bei einer Ultraschalluntersuchung oder Untersuchung durch die Hebamme den Verdacht auf ein dem Schwangerschaftsalter entsprechend zu kleines Kind geäußert?
  • Wurde während einer Vorsorgeuntersuchung der Verdacht auf „zu viel“ Fruchtwasser geäußert?

Diagnostik

Nabelschnurknoten

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Diagnostik bei Nabelschnurknoten:
  • während der Schwangerschaft wird ein Nabelschnurknoten nur selten diagnostiziert, dann meist durch Doppler- Sonographie bei Risikoschwangeren [14;16]
  • intrapartal: CTG- Auffälligkeiten [17]: z.B. Bradykardien, variable Dezelerationen

Klinik

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Klinik [14]:


Therapie

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Vorgehen bei Nabelschnurknoten [14]

  • falscher Knoten: normale Geburt möglich
  • fetale Gefährdung: sekundäre Sectio

Komplikationen

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Komplikation bei Nabelschnurknoten:

  • Hypoxie mit bleibenden Schäden
  • intrauteriner Fruchttod [14]

Zusatzhinweise

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Zur Zeit gibt es keine Zusatzhinweise zum Nabelschnurknoten.


Literaturquellen

Nabelschnurknoten

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  1. Haag, Hanhart, Müller (2007/08)- Gynäkologie und Urologie- Medizinische Verlags- und Informationsdienste, Breisach
  2. K.Goerke, J.Steller, A.Valet (2008)- Klinikleitfaden Gynäkologie Geburtshilfe- Elsevier Urban&Fischer, München, Jena
  3. Pschyrembel (2002)-klinisches Wörterbuch- de Gruyter, Berlin
  4. (2009) Gruber S - BASICS Gynäkologie und Geburtshilfe - Urban & Fischer Verlag, Elsevier GmbH
  5. (2009) Straus A, Janni W, Maass N - Klinikmanual Gynäkologie und Geburtshilfe - Springer Medizin Verlag
  6. (2009) Probst T - Checklisten Gynäkologie und Geburtshilfe - Urban & Fischer, Elsevier
  7. (2008) Goerke K, Steller J, Valet A - Klinikleitfaden Gynäkologie / Geburtshilfe - Urban und Fischer Verlag, Elsevier
  8. (2008) Bühling K J, Friedmann - Intensivkurs Gynäkologie - Urban & Fischer, Elsevier
  9. (2007) Stauber M, Weyerstahl T - Gynäkologie und Geburtshilfe - Thieme
  10. (2007) Breckwoldt M, Kaufmann M, Pfleiderer A - Gynäkologie und Geburtshilfe - Thieme
  11. (2006) Kiechle M - Gynäkologie und Geburtshilfe - Urban & Fischer Verlag
  12. (2006) Diedrich K - Gynäkologie und Geburtshilfe - Springer, Berlin
  13. (2005) Kirschbaum, Münstedt - Checkliste Gynäkologie und Geburtshilfe - Thieme Verlag
  14. Gynäkologie und Geburtshilfe, Manfred Stauber, Thomas Weyerstahl, Thieme Verlag 2001
  15. Hebammenkunde, Lehrbuch für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Beruf, 2. Überarbeitete Auflage, Herausgeber: Ch. Geist, U. Harder, A. Stiefel, Verlag de Gruyter
  16. Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft für maternofetale Medizin der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), Doppler- Sonographie in der Schwangerschaft, Register Nr. 015/019, Stand 07/2008
  17. Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM) und der AG für Materno- Fetale Medizin (AGMFM), Anwendung des CTG während Schwangerschaft und Geburt, Register Nr. 015/036, Stand 11/2007

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