Myopische Makulopathie

Synonyme: Myopischer Fundus, Fundus myopicus, myopic fundus

Definition

Myopische Makulopathie

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  • Als myopische Makulopathie werden die bei maligner Myopie in der Makula auftretende Pigmentepithel- und Netzhautveränderungen bezeichnet
  • unter einer malignen Myopie versteht man eine auch nach dem 25. Lebensjahr progrediente Myopie mit Werten von mehr als -6 dpt

Ätiologie

Myopische Makulopathie

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Ursache der myopischen Makulopathie:

  • der verlängerte Bulbus bewirkt Dehiszenzen in der Bruch-Membran (Lacksprünge) und progrediente chorioretinale Atrophie

Epidemiologie

Myopische Makulopathie

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  • Die myopische Makulopathie ist eine seltene Erkrankung

Differentialdiagnosen

Myopische Makulopathie

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Anamnese

Myopische Makulopathie

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Bei myopischer Makulopathie sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Visusabnahme?
  • Metamorphopsien?
  • Myopie?
  • subretinale Neovaskularisationen?
  • Fuchs-Blutung oder Fuchs-Fleck?
  • choroidale Narben?
  • Defekte der Bruch-Membran?

Diagnostik

Myopische Makulopathie

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Zur diagnostischen Abklärung der myopischen Makulopathie sind relevant:

  • Ophthalmoskopie: chorioretinale Atrophien peripapillär und am hinteren Augenpol sowie Defekte der Bruch-Membran; Fuchs-Blutungen oder Fuchs-Fleck; Endstadium = disziforme Narbe
  • Fluoreszenzangiographie: subretinale Neovaskularisation

DD:

  • Pseudoxanthoma elasticum
  • angioid streaks

Klinik

Myopische Makulopathie

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Die myopische Makulopathie kann eins oder mehrere der folgenden Symptome zeigen:

  • Visus sinkt zunehmend (trotz Brillen- oder Kontaktlinsenkorrektur)
  • plötzlicher Visusabfall ist durch die Fuchs-Blutung aus ruptierten Gefäßen und Choriokapillaris bedingt (in oder neben der Fovea centralis)
  • diese kann zu einer subretinalen Neovaskularisation und zu Metamorphopsien führen
  • chronische Form der Fuchs-Blutung = Fuchs-Fleck
  • tritt eine Überdehnung des hinteren Augenpols auf (Staphyloma posticum)
  • diese führt zur Rarefizierung der Aderhaut mit konsekutiver Netzhautdegeneration

Therapie

Myopische Makulopathie

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  • Eine ursächliche Therapie der myopischen Makulopathie gibt es nicht
  • Myopie optimal mit Brille oder Kontaktlinsen korrigieren
  • bei subretinalen Neovaskularisationen kann bei juxta- oder extrafovealer Lage eine Laserkoagulation  erfolgen
  • bei subfovealer Lage eine photodynamische Therapie

Komplikationen

Myopische Makulopathie

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Zu den Komplikationen der myopischen Makulopathie liegen derzeit keine Daten vor.


Zusatzhinweise

Myopische Makulopathie

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Es liegen derzeit keine Zusatzhinweise zur myopischen Makulopathie vor.


Literaturquellen

Myopische Makulopathie

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  1. M. Sachsenweger - Augenheilkunde - Duale Reihe - Thieme Verlag
  2. G.K. Lang - Augenheilkunde - Thieme Verlag
  • (2008) Grehn F - Augenheilkunde - Springer
  • (2009) Dahlmann C - Crashkurs Augenheilkunde - Urban & Fischer, Elsevier
  • (2008) Schmidt D - Tipps und Tricks für den Augenarzt, Problemlösungen von A – Z - Springer Verlag
  • (2008) Lang, G.K - Augenheilkunde - Thieme Verlag
  • (2008) Kanski J - Klinische Ophthalmologie, Lehrbuch und Atlas - Urban & Fischer, Elsevier
  • (2008) Grehn F - Augenheilkunde - Springer Verlag, Berlin
  • (2003) Sachsenweger M - Augenheilkunde - Thieme
  • (2001) Augustin A - Augenheilkunde - Springer

Assoziierte Krankheitsbilder zu Myopische Makulopathie

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