Megazystis-Megaureter-Syndrom

Definition

Megazystis-Megaureter-Syndrom

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Vorhandensein von einer großkapazitärer Blase mit einer durch die Dilatation bedingten dünnen Wand wird als Megazystis-Megaureter-Syndrom bezeichnet


Ätiologie

Megazystis-Megaureter-Syndrom

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  • Die Ursache von Megazystis-Megaureter-Syndrom ist noch unklar
  • Primärer bzw. sekundärer Megaloureter
  • Großes Urinvolumen (Wegen beidseitigem Reflux) verursacht Renale Dysplasie und dadurch resultierende Polyurie
  • Zurückströmung ein Großteil des Urins aus dem massiv dilatierten Ureteren führt zur weiteren Überdehnung der Blase

Epidemiologie

Megazystis-Megaureter-Syndrom

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  • Das Megazystis-Megaureter-Syndrom tritt häufiger bei Männern auf : M > w (80% Männer)

Differentialdiagnosen

Megazystis-Megaureter-Syndrom

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Anamnese

Megazystis-Megaureter-Syndrom

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Folgende Informationen sind beim Megazystis-Megaureter-Syndrom von Bedeutung :

  • Schwangerschaftsverlauf? Bekannte Urogenitaltraktsfehlbildungen?
  • Familiäre Häufung?
  • Risikofaktoren? Nebenerkrankungen? Medikamenten?

Diagnostik

Megazystis-Megaureter-Syndrom

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Zur diagnostichen Abklärung des Megazystis-Megaureter-Syndroms relevant sind:

  • Anamnese und urologische Untersuchung
  • Sonografie (Ein- oder beidseitig Harnleiter bzw. Harnblase)
  • Röntgen (MCU - Ausschluss eines vesikoureteralen Refluxes)
  • Isotopennephrographie ( Beurteilung der Nierenfunktionseinschränkung) mit MAG-III (99mTc-Mercaptoacetylglycerin)

Klinik

Megazystis-Megaureter-Syndrom

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Das Megazystis-Megaureter-Syndrom kann eine oder mehrere der folgenden Symptomen zeigen :

  • Ein oder beidseitiger Reflux mit meist beidseitigen Golflochostien u. stark vergrößerter, glatt konfigurierter, dünnwandiger Blase ohne Zeichen einer intravesikalen Abflussbehinderung
  • Harntransportstörung
  • Nach Miktion hoher "Blasenrestharn" durch anschließende Entleerung des renalen und ureteralen Restharns in die Blase (Nach Katheterisierung Zusammenfallen des Harntraktes, d.h. kein Restharn in Niere, Harnleiter und Blase)
  • Steinbildung
  • Allgemeinsymptome der HWI
  • Nierenfehlfunktion (Pyelonephritis) bis zum akuten Nierenversagen

Therapie

Megazystis-Megaureter-Syndrom

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Die therapeutischen Möglichkeiten des Megazystis-Megaureter-Syndroms umfassen folgendes :

  • Effiziente Entleerung der Blase anstreben (Doppelmiktion, Selbstkatheterismus)
  • Antibakterielle Infektionsprophylaxe
  • Bei guter Nierenfunktion, konservative Therapie anstreben
  • Postoperative Korrektur (Bei beidseitiger renaler Dysplasie mit konsektiver Polyurie kontraindiziert)
  • Post OP Management

Komplikationen

Megazystis-Megaureter-Syndrom

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Als Komplikationen des Megazystis-Megaureter-Syndroms können auftreten :


Zusatzhinweise

Megazystis-Megaureter-Syndrom

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Es liegen derzeit keine weitere Zusatzhinweise zum Megazystis-Megaureter-Syndrom vor.


Literaturquellen

Megazystis-Megaureter-Syndrom

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  • (2009) Gasser T - Basiswissen Urologie - Springer
  • (2009) Thüroff J - Urologische Differenzialdiagnose - Thieme
  • (2008) Keil J - Prüfungsvorbereitung Urologie - Thieme Verlag
  • (2007) Jocham D, Miller K - Praxis der Urologie - Thieme
  • (2006) Schmelz HU, Sparwasser C, Weidner W - Facharztwissen Urologie - Springer
  • (2006) Hautmann R, Huland H - Urologie - Springer Verlag
  • Eichenauer R, Sandmann J, Vanherpe H - Klinikleitfaden Urologie - Urban und Fischer

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