Mastopathie

Synonyme: Dysplasie der Mamma

Definition

Mastopathie

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Als Mastopathie wird die prolieferative und regressive Veränderung von Brustdrüsenparenchym bezeichnet.


Ätiologie

Mastopathie

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Grund einer Mastopathie kann sein:

  • endokrine Fehlsteuerung
    → Verschiebung des Östrogen-Progesteron-
        Gleichgewichts zu Gunsten des Östrogens
  • ausserdem:
    • Östrogenstimulus
    • Progerstronmangel
    • Hyperpolaktinämie
    • Hyperandrogenämie
    • Mangel an Schilddrüsenhormonen

Der Begriff Mastopathie fasst unterschiedliche Diagnosen zusammen, wie:

  • fibrös-zystische Mastopathie
  • Hyalinose
  • Fibrose
  • sklerosierende Adenose
  • großzystische Mastopathie

Epidemiologie

Mastopathie

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Bevorzugtes Auftreten der Mastopathie:

  • 30.-50.Lebensjahr
  • ca.50-60% aller Frauen → häufigste Brustveränderung

Differentialdiagnosen

Mastopathie

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Anamnese

Mastopathie

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Bei der Mastopathie ist folgende Information von Bedetung:

  • Neue Knoten getastet? wo?
  • Größenzunahme?
  • Schmerzen? Spannungs-/Druckgefühl?
  • Milchproduktion?
  • sind die Beschwerden zyklusabhängig?

Diagnostik

Mastopathie

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Die Diagnstok der Mastopathie umfasst:

  • Untersuchung der Brust (Tastbefund)
  • Sonographie
  • Mammographie
  • bei zystischem Befund keine Punktion oder Stanzbiopsie → nur zur evtl. Entlastung bei Beschwerden

Klinik

Mastopathie

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Symptome einer Mastopathie können sein:

  • multiple Knotenbildung → meist oberer äußerer Quadrant 
  • Mastodynie → v.a. in zweiter Zyklushälfte; klingen mit Regelblutung ab 
  • Sekretion aus Mamille
  • Druckempfindlichkeit und zyklusabhängige Größenschwankung

Therapie

Mastopathie

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Therapiert wird die Mastopathie nach klinischem Bild

Ohne Knotenbildung:

  • physikalische Maßnahmen
  • Entzug von methylxanthinhaltigen Lebensmitteln
    → Tee, Kaffe, Schokolade
  • lokale Applikation gestagen- oder androgenhaltiger Gele
  • orale Gabe von Gestagene, Östrogen-Gestagen-Kombinationen, Antiöstorgene, Prolaktinhemmer

bei Knotenbildung:

  • evtl. Exzinsion und histologische Untersuchung
  • bei wiederholten Mastopahtien Grad 3 und vorliegenden Risikofaktoren evtl. subkutane Mastektomie

Komplikationen

Mastopathie

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Einfache Mastopathie stellt keine Präkanerose dar.

erhöhtes Entartungsrisiko bei:

  • einfach proliferierender Masthopathie: 1,5 fach
  • atypisch proliferierender Masthopathie: 10 fach

Zusatzhinweise

Mastopathie

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Klassifiktaion der Mastopathie nach Prechtel:

  • Grad 1: einfache Masthopahtie
               keine Epithelprolifertation, fibröse und 
               fibrozystische Mastopathie
  • Grad 2: einfach proliferierende
                Epithelproliferation: Adenose,    
                sklerosierende Adenose, Epithelose,
                Papillomatose
  • Grad 3: atypisch proliferierend
               atypische Epithelproliferation 
               ohne typische Läsionen for Carcinoma in
               Situ Carcinom-Risiko 3-4%

Literaturquellen

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  1. (2007) Stauber M, Weyerstahl T - Gynäkologie und Geburtshilfe - Thieme
  2. (2005) Kirschbaum, Münstedt - Checkliste Gynäkologie und Geburtshilfe - Thieme Verlag
  3. (2009) Gruber S - BASICS Gynäkologie und Geburtshilfe - Urban & Fischer Verlag, Elsevier GmbH
  4. (2009) Straus A, Janni W, Maass N - Klinikmanual Gynäkologie und Geburtshilfe - Springer Medizin Verlag
  5. (2009) Probst T - Checklisten Gynäkologie und Geburtshilfe - Urban & Fischer, Elsevier
  6. (2008) Goerke K, Steller J, Valet A - Klinikleitfaden Gynäkologie / Geburtshilfe - Urban und Fischer Verlag, Elsevier
  7. (2008) Bühling K J, Friedmann - Intensivkurs Gynäkologie - Urban & Fischer, Elsevier
  8. (2007) Breckwoldt M, Kaufmann M, Pfleiderer A - Gynäkologie und Geburtshilfe - Thieme
  9. (2006) Kiechle M - Gynäkologie und Geburtshilfe - Urban & Fischer Verlag
  10. (2006) Diedrich K - Gynäkologie und Geburtshilfe - Springer, Berlin

Am häufigsten aufgerufene Krankheitsbilder in Gynäkologie und Geburtshilfe

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