Manische Episode

Synonyme: Manie, endogene Manie, manische Psychose

Definition

Manische Episode

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  • Die manische Episode ist u.a. gekennzeichnet durch Steigerung des Antriebs.

Ätiologie

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Die Ursachen der manischen Episode sind:

  • multifaktoriell
  • genetisch
  • wichtig: Ungleichgewicht der Neurotransmitter
  • zirkadiane Rhythmusstörung
  • Medikamente
  • somatische Erkrankungen
  • negative Ereignisse
  • Probleme mit dem Selbstwertgefühl
  • gestörte Beziehung zwischen Mutter und Kind
  • sog. kognitive Triade

Epidemiologie

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Zur Epidemiologie der manischen Episode liegen derzeit keine Daten vor.


Differentialdiagnosen

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Anamnese

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Bei der manischen Episode sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Fühlen Sie sich krank?
  • Ist Ihr Schlafbedürfnis vermindert?
  • Ideenflucht?
  • Steigerung des Antriebs?
  • Selbstüberschätzung?
  • Stimmung: unangemessen gehoben?
  • Sind Sie oft euphorisch?
  • Haben Sie einen Drang zum Reden?

Diagnostik

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Zur diagnostischen Abklärung der manischen Episode sind relevant:

  • psychopathologischer Befund
  • Eigenanamnese
  • Fremdanamnese
  • Ausschluss anderer Erkrankungen z.B. Schizophrenie
  • Ausschluss u.a. pharmakogener Ursachen
  • Dauer: mindestens 1 Woche

Klinik

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Die manische Episode kann folgende Symptome zeigen:

  • Ideenflucht
  • Steigerung des Antriebs
  • Selbstüberschätzung
  • Stimmung: unangemessen gehoben
  • Euphorie
  • Drang zum Reden
  • sinnlose Geldausgabe
  • Fehlen von Distanz
  • subjektives Krankheitsgefühl fehlt

Therapie

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei der manischen Episode umfassen Folgendes:

  • Patient braucht nicht nur die Einschränkung, sondern auch Freiraum, um sich psychomotorisch abzureagieren.
  • pharmakologische Therapie: z.B. Neuroleptika u/o Carbamazepin
  • z.B. Carbamazepin: z.B. zu Beginn oral 200 mg pro Tag , beispielsweise (retard) 1 bis 2 Einzeldosen, bis zur Erhaltungsdosis: langsame Steigerung [2]
  • zur Prophylaxe einer manisch depressiven Phase: Carbamazepin: z.B. 200 mg pro Tag als Erhaltungsdosis; maximale Tagesdosis: 800 mg [2]
  • Neuroleptika, z.B. Olanzapin (bei manischen Episoden): bei Monotherapie anfangs 15 mg pro Tag; bis 20 mg Erhaltungsdosis [2]

Komplikationen

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Bei der manischen Episode kommen folgende Komplikationen vor:

  • Komorbidität: ungünstig

Zusatzhinweise

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Zur manischen Episode liegen folgende Zusatzhinweise vor:

  • Hypomanie und Manie: fließender Übergang

Literaturquellen

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  1. Möller HJ, Laux G, Deister A (2009) - Duale Reihe Psychiatrie und Psychotherapie - Thieme Verlag, Stuttgart (Seite 76-109)
  2. Ruß A (2008) - Arzneimittel pocket - Börm Bruckmeier Verlag, Grünwald (220, 250)
  3. Tölle R, Windgassen K (2009) - Psychiatrie - Springer Medizin Verlag, Heidelberg (Seite 247, 253)
  • (2009) Klußmann R, Nickel M - Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - Springer Verlag, Wien
  • (2009) Mentzos S - Lehrbuch der Psychodynamik - Verlag Vandenhoeck & Ruprecht/BRO
  • (2009) Janssen P, Joraschky P, Tress W - Leitfaden Psychosomatische Medizin und Psychotherap - Deutscher Ärzte Verlag
  • (2008) Rentrop M, Müller R, Bäuml J - Klinikleitfaden Psychiatrie und Psychotherapie - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  • (2007) Rudolf - Psychotherapeutische Medizin und Psychosomatik - Thieme
  • (2007) Arolt V, Reimer C, Dilling H - Basiswissen Psychiatrie und Psychotherapie - Springer
  • (2006) Fritzsche K, Wirsching M - Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - Springer

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