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Schilddrüsenhormone

Schilddrüsenhormone werden durch TSH-Stimulation sezerniert. T4 (Thyroxin) liegt zum großen Teil an Proteine gebunden vor und dient als Prohormon für T3 (Trijodthyronin) und fT3. T3 entsteht peripher zu 95% aus T4, nur etwa 5% stammen aus der Schilddrüse. T3 liegt nur zu 1% frei vor und ist zu 99% proteingebunden. fT3 und fT4 bezeichnen die freien Schilddrüsenhormone, die biologisch verfügbar sind.

Die Normwerte

  • für T4 betragen 55 – 110 μg/l, 
  • für T3 0,9 – 2,0 μg/l, 
  • für fT4 9,4 – 17 ng/l und 
  • für fT3 1,8 – 4,6 ng/l 

(methoden- und laborabhängig können die Normwerte abweichen). 

Schilddrüsenhormone werden bestimmt bei V.a. Hypo- und Hyperthyreose bei abnormalen TSH sowie zur Verlaufskontrolle bei Schilddrüsenerkrankungen, bzw. Schilddrüsensubstitutionstherapie.

Dazu ist die Bestimmung der freien Schilddrüsenhormone (fT3, fT4) sinnvoller, da diese unabhängig von Proteinbindungen vorliegen.

Erniedrigt können fT3 und fT4 sein bei primärer Hypothyreose, sekundärer Hypothyreose bei Hypophysenadenom u.a., Low-T3-Syndrom bei schwerkranken Patienten (fT3), TSH-Resistenz, akuter Hepatitis und Leberzirrhose, Proteinverlusten, medikamentöser Therapie mit Antiepileptika und in der Schwangerschaft (fT4).

Erhöht können fT3 und fT4 sein bei primärer Hyperthyreose durch ein autonomes Adenom oder M. Basedow, TSH-produzierende Hypophysenadenome, systemische Erkrankungen, Schilddrüsenhormonresistenz, neuropsychiatrischen Erkrankungen, akuter Hepatitis (fT4), diabetischer Ketoazidose und Hungerzuständen und bei medikamentöser Therapie mit Acetylsalicylsäure und Amiodaron.