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Triglyzeride

Triglyceride auch Neutralfette, deren Serumkonzentration hauptsächlich von Ernährung, Alter und Geschlecht abhängt.

Der Normwert liegt bei < 200 mg/dl, Werte ab 200 mg/dl werden als Hypertriglyceridämie bezeichnet (laborabhängig evtl. leicht andere Normwerte).

Idealwerte von Triglyceriden sind niedriger und liegen bei < 150 mg/dl. Speziell die Kombination mit erhöhtem LDL-Cholesterin stellt ein hohes Arteriosklerose-Risiko dar.

Triglyceride werden bestimmt zur Abschätzung des kardiovaskulären Risikos, zur Klassifizierung der Fettstoffwechselstörungen und zur Kontrolle bei lipidsenkender Therapie.

Eine Hypertriglyceridämie kann vorkommen bei Diabetes mellitus, Chronische Niereninsuffizienz und Urämie, akuter Hepatitis und anderen akuten Entzündungen, Östrogentherapie (Kontrazeption, Hormonersatztherapie), Alkoholismus, Morbus Gaucher, Glykogenose Typ I, Chylomikronämie Typ 1, medikamentös bedingt (Spironolacton, Retinoide, Cimetidin, Glukokortikoide, Protease-Inhibitoren, Betablocker ohne ISA), cholestatischen Erkrankungen, Primär biliäre Cholangitis, Hypothyreose, Alkoholismus, nephrotischem Syndrom und konsumierenden Erkrankungen wie Malignomen oder AIDS.

Sehr hohe Triglyceridspiegel können eine Pankreatitis auslösen. Erniedrigt können die Triglyceride sein bei schweren Anämien, konsumierenden Erkrankungen, Hyperthyreose, Vitamin C-Therapie, Verbrennungen, exsudativer Enteropathie, schweren Anämien, Fibrat- und Heparintherapie. Triglyceride sollten nach mindestens 12 Stunden Nahrungskarenz abgenommen werden.

Genaueres zur Klinik, Diagnostik und Therapie siehe Familiäre Hypertriglyzeridämie