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LDL-Cholesterin

Das LDL-Cholesterin wird als „böse“ Unterform des Cholesterins bezeichnet, das wesentlich zur Bildung der Arteriosklerose beiträgt.

Das LDL-Cholesterin sollte bei < 150 mg/dl liegen, in der Sekundärprävention bei < 100mg/dl oder bei Hochrisikopatienten sogar bei < 70 mg/dl.

Das LDL-Cholesterin wird bestimmt zur Abschätzung des kardiovaskulären Risikos bei Personen mit entsprechendem Profil oder vorbestehenden Erkrankungen wie Niereninsuffizienz oder Diabetes mellitus.

Erhöht sein kann das LDL-Cholesterin wie auch das Gesamtcholesterin bei familiärer Hypercholesterinämie, Diabetes mellitus, nephrotischem Syndrom, Niereninsuffizienz, Einnahme von Thiaziddiuretika und Kontrazeptiva, Hypothyreose, Cholestase, monogener Hypercholesterinämie und akuter intermittierender Porphyrie.

Erniedrigt kann das LDL-Cholesterin sein bei schweren Erkrankungen wie Polytrauma, Malignomen und chronischen Infektionen, bei Malnutrition und Malassimilation, Leberinsuffizienz, Hyperthyreose und längerer Vitamin C-Therapie.

Aus LDL- und HDL-Cholesterin kann der LDL/HDL-Quotient bestimmt werden, der unter 3,5 normal und ab etwa 4 erhöht ist.