Das med2click-Lexikon

Cholesterin

Cholesterin ist ein Membranbestandteil, der als Steroid Vorläufer von Steroidhormonen und Gallensäuren sowie Bestandteil der Zellmembranen ist.

Das Cholesterin wird zusammen mit den Triglyceriden als Suchtest zum Abschätzen des kardiovaskulären Risikos eingesetzt und wird zudem bei V.a. und Verlaufskontrolle bei Hypercholesterinämie bestimmt.

Bei Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz und nephrotischem Syndrom sollte das Cholesterin ebenfalls bestimmt werden.

Das Gesamtcholesterin sollte bei < 200 mg/dl liegen, bei KHK oder anderen Erkrankungen zum Teil niedriger. Cholesterin setzt sich zusammen aus verschiedenen Unterformen, von denen insbesondere das HDL-Cholesterin und das LDL-Cholesterin von Bedeutung sind.

In der Sekundärprävention sollten v.a. das LDL- und HDL-Cholesterin bestimmt werden, wobei das LDL-Cholesterin je nach Risikoprofil bei < 100 oder sogar < 70 mg/dl liegen sollte.

Erhöht sein kann das Cholesterin bei familiärer Hypercholesterinämie, Diabetes mellitus, nephrotischem Syndrom, Niereninsuffizienz, Einnahme von Thiaziddiuretika und Kontrazeptiva, Hypothyreose, Cholestase, monogener Hypercholesterinämie und akuter intermittierender Porphyrie.

Erniedrigt kann das Cholesterin sein bei schweren Erkrankungen wie Polytrauma, Malignomen und chronischen Infektionen, bei Malnutrition und Malassimilation, Leberinsuffizienz, Hyperthyreose und längerer Vitamin C-Therapie.