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Antineutrophile zytoplasmatische Antikörper

Antineutrophile zytoplasmatische Antikörper (ANCA), die sich gegen Enzyme des Zytoplasmas von neutrophilen Granulozyten richten.

Normalerweise sind ANCA bei Gesunden nicht nachweisbar. Es wird unterschieden zwischen cANCA (classic oder cytoplasmic ANCA), die die Proteinase 3 als Antigen erkennen und pANCA (perinukleäre ANCA), die v.a. die Myeloperoxidase als Antigen erkennen. Zudem gibt es atypische ANCA, deren Zielantigen nicht bekannt ist.

ANCA werden bestimmt bei Verdacht auf Vaskulitis und primär Primär sklerosierende Cholangitis.

cANCA können erhöht sein bei: Wegenersche Granulomatose (85%), Churg-Strauss-Syndrom (10%) und mikroskopischer Panarteriitis (45%). pANCA können erhöht sein bei mikroskopischer Panarteriitis (45%), Churg-Strauss-Syndrom (65%), Panarteriitis nodosa, idiopathischer und Hydralazin-induzierter Glomerulonephritis, Goodpasture-Syndrom, chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa), Autoimmunhepatitis, Felty-Syndrom und rheumatoider Arthritis.

Atypische ANCA können erhöht sein bei Autoimmunhepatitis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Primär sklerosierende Cholangitis, primär biliärer Zirrhose, rheumatoider Arthritis und systemischem Lupus erythematodes.