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Laktatdehydrogenase

Die Laktatdehydrogenase (LDH) ist ein Enzym aus dem Laktatstoffwechsel, das abhängig von der Unterform (LDH 1 – 5) in Herzmuskel, Erythrozyten, Nieren, Leber, Skelettmuskel und anderen gebildet wird.

Die Normwerte der LDH liegen bei Erwachsenen zwischen 80 -240 U/l, sind aber stark laborabhängig.

Die LDH wird bestimmt bei V.a. Hämolytische Anämien, Herzinfarkt, Lungenembolie, Diagnostik von Organschäden (durch die Bestimmung der Isoenzyme) und zur Verlaufsbeurteilung von hämatologischen Erkrankungen und malignen Tumoren.

Erhöht sein kann die LDH bei Herzmuskelerkrankungen (Herzinfarkt, Myokarditis, Trauma, OP, Akute Perikarditis, Endokarditis), Skelettmuskelerkrankungen (Myositis, Trauma, starke Belastung, Muskeldystrophie, Speicherkrankheiten, toxischen Schädigungen), hämatologischen Erkrankungen (hämolytische, perniziöse, megaloblastäre Anämie, intravasale Hämolyse, infektiöse Mononukleose, CML, ALL), Malignomen, Leberparenchymschäden (Hepatitis, Tumoren, Intoxikationen), Schock und Lungenembolie.