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C-reaktives Protein

Das C-reaktive Protein (CRP) ist ein in der Leber gebildetes Akute-Phase-Protein und Entzündungsparameter, wie auch Leukozyten und BSG.

Insbesondere bei bakteriellen Infekten kann das CRP stark ansteigen, bei viralen dagegen kaum. Das CRP als Entzündungsindikator reagiert schneller als Leukozyten; die Verdopplungszeit beträgt 8 – 10 Stunden. Daher ist es zur Verlaufskontrolle besser geeignet.

Der Normwert von CRP liegt bei < 5 mg/l (laborabhängig evtl. unterschiedliche Werte). Das CRP wird zur Erkennung und Verlaufskontrolle entzündlicher Erkrankungen verwendet.

Das CRP ist erhöht bei akuten und chronischen Entzündungen, rheumatischen Erkrankungen, akuter Pankreatitis, Autoimmunerkrankungen, Nekrose und Gewebeschäden (z.B. bei Trauma, OP, Herzinfarkt) und malignen Tumoren.

Bei CRP Werten bis ca. 50 mg/l liegen meist lokale Infektionen oder ein Trauma vor. Bei Werten über ca. 100 mg/l liegt eine meist bakterielle, schwere Infektion vor. Grundsätzlich kann das CRP bis auf Werte von über 2000 mg/l ansteigen.

Wenn das CRP nach mehr als 7 Tagen postoperativ gleich bleibt oder erneut ansteigt, sollte nach einer infektiösen Ursache gesucht werden.